Interview mit Philipp Danne und Liza Tzschirner

Jonas Waldek (Philipp Danne) und Emilia Graf (Liza Tzschirner) arbeiten Seite an Seite auf der Rangerstation.
Jonas Waldek und Emilia Graf arbeiten Seite an Seite auf der Rangerstation. | Bild: MDR/ndF / Tom Schulze

Die beiden neuen Filme wurden über den Sommer 2021 hinweg zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen gedreht. Bekommt man als Schauspieler langsam Routine darin?

Liza Tzschirner: Ach naja, erstmal sind wir ja alle froh, dass wir überhaupt drehen konnten. Es wurde jeden Tag getestet und es galt Maskenpflicht. So sind wir ja hervorragend durch die zwei Monate gekommen. Beim Ranger ist ja auch der große Vorteil, dass wir so viel draußen drehen und nur wenig in engen Innenräumen. Ich denke, wir sind einfach sehr anpassungsfähig, dankbar und froh, dass das in dieser schwierigen Zeit überhaupt alles möglich ist. Philipp Danne: Ein wenig Routine bleibt nicht aus nach acht Filmen und dennoch ist es immer wieder aufregend, zum Dreh in die Sächsische Schweiz zu fahren. Nach einem Jahr die Kollegen und die Gegend wieder zu sehen, ist dabei sicher das Schönste und wird nie langweilig.

Hinzu kam, dass die Region im Juli 2021 auch noch von der Flut getroffen wurde. Hatten die Auswirkungen der Naturkatastrophe Einfluss auf Ihre Arbeit?

Philipp Danne: Zum Glück nur wenig, natürlich konnte man die Nachwirkungen noch wahrnehmen und hat viel erzählt bekommen. Ich denke, gerade bei der Vorbereitung, hat sich die Flut auch auf unseren Dreh ausgewirkt. Es ist schrecklich, was einige Anwohner durchmachen mussten. Liza Tzschirner: Ja, ich kam ja zu diesem Zeitpunkt aus NRW, wo die Flutkatastrophe besonders heftig gewütet hat. Das ist schon alles bedrückend und belastend, wie sich die Klimakrise immer weiter bemerkbar macht. In unseren Gesprächen war das natürlich sehr präsent. Bad Schandau war völlig blockiert zu diesem Zeitpunkt. Unser erstes Motiv war ziemlich schlammig, aber ansonsten hatten wir wirklich viel Glück, dass es uns nicht mehr beeinträchtigt hat. Mir fällt auf, wie sehr wir vom Glück geküsst waren – keine Corona-Probleme und auch keine Flutschäden.

In der Serie geht es auch immer wieder um Natur- und Umweltschutz. Bekommt dieses Thema durch die Flutkatastrophe für Sie nochmal eine ganz besondere Bedeutung?

Philipp Danne: Wo vorher noch Straßen und Gehwege waren, sind auf einmal Flüsse. Das bleibt schon hängen. Liza Tzschirner: Ja natürlich! Die Klimakatastrophe war über die Jahre sehr abstrakt im Alltag. Jetzt werden die Auswirkungen greifbarer, die Konsequenzen rücken näher. Wir haben wirklich sehr verstärkt darüber gesprochen und es wird immer klarer, wieviel Handlungsbedarf besteht.

Was macht für Sie nach nunmehr acht Filmen den besonderen Reiz der Reihe aus?

Philipp Danne: Die Kombination aus Natur, gut erzähltem Familiendrama und Abenteuer. Immer wieder berichten mir Familien, dass sie von jung bis alt gemeinsam den „Ranger“ anschauen. Es ist also für viele, auch altersübergreifend spannend und das empfinde ich als großes Kompliment für mich und unsere Reihe.

Liza Tzschirner: Die wunderbaren Kollegen!! Unsere Ranger-Familie! Dann natürlich der traumhafte Ort, der unser Sommer-Zuhause geworden ist. Die Natur, die ein zusätzliches Mitglied unseres Hauptcasts ist und für mich besonders die Tiere! Ich liebe die Arbeit mit unserem fabelhaften Filmhund, den Luchsen und den ständig wechselnden Episodentieren. Wir legen sehr viel Wert darauf, dass es den Tieren während des Drehprozesses gut geht, haben tolle Trainer.

Frau Tzschirner, im Film spielen Sie die Lebensgefährtin Ihres Kollegen Philipp Danne – an anderer Stelle haben Sie einmal gesagt, sie beide seien bereits ein altes Film-Ehepaar. Verraten Sie uns, welche „Macken“ er hat und welche Marotten er bei Ihnen „ertragen“ muss.

Ja wir sind wirklich ein richtig gut eingespieltes Team. Dummerweise gibt es über Philipp kaum etwas Nerviges zu sagen. Er ist ein toller Kollege! Man sollte in seiner Gegenwart nicht den „Paten“ erwähnen – sonst folgt ein einstündiger Monolog inklusive allen Infos über Francis Ford Coppolas liebstes Frühstück (lacht). Außerdem haben wir ein Spiel seit der ersten Folge, wer es am Tag möglichst oft schafft, den anderen mit Stöckchen im Ohr zu erschrecken, zum Stolpern zu bringen oder in der Hocke umzuschubsen. Ich glaube, für Philipp ist es sehr anstrengend, dass er mit mir im Auto leider nur Schneckentempo fahren darf – ich schreie sonst.

Herr Danne, im wahren Leben sind Sie glücklich verheiratet und gerade Vater geworden. Haben Sie schon darüber nachgedacht, wie es zukünftig sein wird, wenn Sie für Dreharbeiten eine lange Zeit von zu Hause entfernt sein werden?

Man weiß ja nie, was das Schicksal für einen bereithält. Aber sollten weitere spannende „Der Ranger“-Bücher geschrieben werden und wir erhalten auch den Auftrag, weitere Teile zu drehen, freue ich mich darauf, auch meine Frau Viki und meinen Sohn in die Wälder und auf die Felsen der Sächsischen Schweiz mitzunehmen.

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