Fragen an Sebastian Ströbel

Daniel (Sebastian Ströbel)
Daniel  | Bild: ARD Degeto / Christian Lüdeke

Was hat Sie an "Der Wunschzettel" angesprochen, als Sie das Drehbuch gelesen haben?

Es ist ein rührendes Märchen, ohne kitschig zu sein. "Der Wunschzettel" erzählt einfache Geschichten von einfachen Menschen, gemischt mit skurrilem Humor.

Sie spielen den alleinerziehenden Vater Daniel Golombeck. Was ist er für ein Mensch?

Daniel ist ein "kleiner" Mann, der sich stets müht und voller Talente steckt, diese aber nie abruft. Ganz einfach, weil ihm der Ehrgeiz fehlt. Der Tod seiner Frau hat ihn aus der Bahn geworfen, und wer weiß, was aus ihm geworden wäre, wenn er nicht seine Kinder gehabt hätte. Ich glaube, man kann nicht hoch genug einschätzen, was Alleinerziehende leisten müssen – und wie wichtig das soziale Umfeld, die Familie, die Freunde sind. Je enger diese Bande sind, desto einfacher wird es.

Daniel gerät in eine schwierige finanzielle Situation, weil seine Kunden die Rechnungen nicht bezahlen. Wie meistert er sie – gerade an Weihnachten?

Eigentlich gar nicht, eigentlich ist er völlig hilflos und überfordert. Er versucht die Erwartungen seiner Kinder herunterzuschrauben, einen Gegenentwurf zum Weihnachtsfest zu schaffen, ohne Geld. Was ihm aber nicht gelingt.

Wie haben Sie den Dreh mit Leander Menzel und Mathilda Smidt erlebt, die ihre Filmkinder Leo und Lotte spielen?

Mit beiden hat es unglaublich viel Spaß gemacht! Beide haben eine ganz eigene Note eingebracht. Wir waren, denke ich, eine ziemlich schräge Familie. (lacht)

Im Film erfreuen sich Wandas Makronen größter Beliebtheit. Gibt es in Ihrer Familie auch ein überliefertes Backrezept?

Ganz schnödes Spritzgebäck! Es muss in Massen gefertigt werden und wird immer schon vor dem ersten Advent heimlich vertilgt. Besonders bei den Kindern erfreut sich dieses, in reichlich Kuvertüre getauchte Backwerk, besonderer Beliebtheit.

Was verkörpert für Sie persönlich der Zauber von Weihnachten?

Eigentlich stresst mich Weihnachten ungemein. Aber wenn ich dann an Heiligabend in die glücklichen Augen meiner Töchter schaue und sehe, was sie vom Weihnachtsmann – bitte nicht verraten, sie glauben fast alle noch daran – bekommen haben, dazu ein gutes Essen – dann finde ich es doch auch recht schön und gemütlich.

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