Statement von Martina Mouchot

Drehbuch

Pauline (Anne Schäfer) tröstet ihre Mutter Wanda (Lena Stolze).
Pauline tröstet ihre Mutter Wanda. | Bild: ARD Degeto / Christian Lüdeke

»Als mich Norbert Walter auf einen möglichen Weihnachtsfilm angesprochen hat, war sein Stichwort 'Der kleine Lord'. Warum denn ausgerechnet 'Der kleine Lord'? Für das zentrale Thema eines Weihnachtsfilms schien mir die Überwindung von Klassenunterschieden nicht mehr sonderlich tragfähig. Herrlich zwar in "Der kleine Lord" erzählt, aber eben ein Märchen aus uralten Zeiten. Ich hatte das Gefühl, in der heutigen Welt würden solche Figuren aktuell kaum noch Glaubwürdigkeit erlangen. Trotzdem rührt "Der kleine Lord" seit Jahrzehnten.

Was ist aber sein Geheimnis? Die Menschlichkeit, die Erkenntnis, sich zum Besseren wandeln zu wollen, die Familienheilung, das reine Happy End. Diese Themen wollte ich gern erhalten, aber nicht überhöht erzählt, sondern im Alltäglichen. Nicht melodramatisch, sondern komödiantisch. Was passiert mit den kleinen Lügen und Geheimnissen, die das Leben nicht dramatisch bestimmen, aber doch beeinflussen? Ich habe mich natürlich für eine Familiengeschichte entschieden, ist Familie doch bester Nährboden für kleine Ausflüchte und folgenschwere Heimlichkeiten. Trotz Familie erzählen wir mit einer zentralen weiblichen Figur, Pauline Schwebe, der ihr Geheimnis ein wenig zu groß gerät, und die dadurch den Dingen eine Chance auf einen Wandel gibt. Und wie im 'Kleinen Lord' bringt auch im 'Wunschzettel' ein kleiner Junge etwas in Gang und trägt so zu einer Familienheilung bei, die am Ende hoffentlich alle Beteiligten in eine bessere Zukunft entlässt.


Gefreut hat mich in der Zusammenarbeit mit unserer Redakteurin Barbara Süßmann der Umstand, dass wir uns einig waren, den
'Wunschzettel' augenzwinkernd mit ein paar magischen, märchenhaften Momenten zu schmücken. Denn wann, wenn nicht an Weihnachten, hat man Lust auf ein bisschen gute Magie in der Welt?

In diesem Sinne war es eine sehr schöne und unkomplizierte Zusammenarbeit mit entscheidungsfreudigen Mitstreitern auf Augenhöhe und ich hoffe, dass der Weihnachtsfilm, den unser Regisseur Marc Rensing aus dem Drehbuch gezaubert hat, den Zuschauern so viel Spaß macht, wie uns die gemeinsame Arbeit daran.

Das steht auf meinem Wunschzettel ziemlich weit oben.«

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