Sabine Glöckner und Carolin Hecht

Autorinnen

Vicky (Jessica Ginkel) bleibt in Monschau.
Vicky bleibt in Monschau. | Bild: ARD Degeto / Hardy Spitz

Wie können wir uns Ihre Zusammenarbeit vorstellen?

Wir kennen uns schon sehr lange, arbeiten schon seit vielen Jahren als Autorinnenteam erfolgreich zusammen und teilen neben gewissen Grundeinstellungen vor allem auch unseren Sinn für Humor. Das macht die Kommunikation natürlich sehr viel einfacher. Wenn wir zusammen schreiben, telefonieren wir erst mal, um Grundsätzliches zu besprechen, und dann teilen wir auf, wer was schreibt. Dann schicken wir uns das gegenseitig zu, lesen, telefonieren wieder und verbessern das Geschriebene – so lange, bis wir beide damit zufrieden sind und das Ganze wie aus einem Guss ist. Das Tolle daran ist, dass man durch die andere so immer ein direktes Feedback bekommt. Wir helfen uns also gegenseitig, zusammen die Geschichte zu formen – und haben dabei auch noch eine Menge Spaß!

Wie lange haben Sie die Köpfe zusammengesteckt,um Vicky und ihre Familie entstehen zu lassen?

Da wir uns schon so lange kennen, verstehen wir uns quasi blind. Daher entstanden die wichtigsten Figuren wie von selbst vor unseren Augen, und wir konnten nach kurzem Brainstorming direkt loslegen.

Was hatten Sie dabei vor Augen?

Mit Vicky vor allem eine Frau, die nicht perfekt ist. Die zwar anderen hilft, dabei aber selbst einige unverarbeitete Probleme mit sich herumschleppt, die ihr Verhalten bestimmen und sie manchmal auch ganz schön anecken lassen. Also eine neue Hauptfigur: jünger, moderner, mit größerem Tiefgang und mehr Ecken und Kanten. Außerdem spannende Nebenfiguren, die der Serie immer wieder einen neuen Twist geben und zeitgemäße, relevante Themen transportieren können.

Welcher Charakter, welche Beziehung hat Sie vor die größte Herausforderung gestellt?

Die Vicky, die war ja neu, musste ins bewährte Format passen und sollte es dennoch revolutionieren. Sie soll Fehler machen dürfen, echt und nachvollziehbar sein, dabei aber nicht inkompetent und natürlich erst recht nicht unsympathisch wirken – sondern wie eine Frau, in der man sich selbst wiedererkennen kann und mit der man mitgehen möchte.

In der „Eifelpraxis“ stehen starke Frauen aller Generationen im Fokus. Haben Sie diese Figuren an persönliche Vorbilder angelehnt?

Na klar! Als Autorinnen bedienen wir uns immer (schamlos) am persönlichen Umfeld. Unsere Freunde wissen das. Als Autorin oder Autor saugt man ja ständig alles Mögliche auf und verarbeitet es in den eigenen Geschichten. Da wird dann keine Figur 1:1 von einer real existierenden Person „abgekupfert“– aber selbstverständlich beobachten wir unsere Umgebung und die Menschen darin mit einem besonderen Blick gerade für die Psychologie des zwischenmenschlichen Miteinanders und übertragen das auf unsere Figuren. Wir denken, gerade in der Beziehung von Vicky und ihrer Mutter Heidelinde werden sich sehr viele Töchter und Mütter wiederfinden.

Wer liegt Ihnen besonders am Herzen, wer interessiert Sie besonders?

Wir lieben alle unsere Figuren! Vor allem, wenn sie sich danebenbenehmen und Fehler machen!

Was ist für Sie das Erfolgsgeheimnis der „Eifelpraxis“?

Das Bodenständige. Das Setting in einer Kleinstadt, unter „normalen“ Leuten mit nachvollziehbaren Problemen, die aber nicht unlösbar sind. Das gibt einem beim Zuschauen das Gefühl, dass man mit seinen Sorgen nicht allein ist und dass es Menschen gibt, die sich kümmern und die einem helfen, auch mit schwierigen Situationen im Leben klarzukommen – Situationen, denen wir uns alle mal stellen müssen, wie Krankheit, Alter, Probleme in der Familie oder im Beruf. Wenn die Heldinnen und Helden der „Eifelpraxis“ damit klarkommen, dann schaffen wir das auch!

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