Weitere Darsteller und ihre Rollen

Die neue Krankenhausärztin Dr. Julia Hamacher (Anja Schneider, re.) schätzt Paul (Tom Böttcher) sehr.
Anja Schneider spielt die neue Krankenhausärztin Dr. Julia Hamacher. Töm Böttcher spielt Paul. | Bild: ARD Degeto / Christoph Assmann

Karolina Lodyga als Danuta Masik

Danuta hält ihre Beziehung zu Schuldirektor Leon geheim – vor allem, weil sie mit dem Klatsch und Tratsch in Monschau nichts zu tun haben will. Könnten Sie sich vorstellen, in einem kleinen Städtchen zu leben?

Meine Oma hat in einem kleinen Dorf gelebt, das mittlerweile zu einer großen Stadt herangewachsen ist, und auch ich lebe jetzt wieder in einer kleinen Stadt, umringt von unzähligen kleinen Dörfern. Der Geruch und die Stille fühlen sich so heimisch an, dass ich es momentan für keine Großstadt eintauschen würde. Fast alle kennen sich hier in- und auswendig … Das hat Vorteile, aber birgt natürlich auch, wie im Fall von Danuta, viele Tücken.

Was macht Monschau aus?

Was mir bei unseren Dreharbeiten immer wieder aufgefallen ist, ist, dass die Menschen unserer Arbeit freundlich, aufgeschlossen und interessiert zuschauen. Das ist wirklich hilfreich und unterstützt die gute Stimmung am Set. Sogar Autofahrer in den engen Gassen sind ziemlich gelassen. Monschau ist für uns einfach eine der schönsten Kulissen Deutschlands.

Olga von Luckwald als Anita Rabsal

Anita bekommt immer mehr Verantwortung in der Praxis. Wie würden Sie die Entwicklung Ihrer Figur beschreiben?

Anita entwächst ihren Kinderschuhen und entwickelt sich immer mehr zu einer verantwortungsbewussten Frau. Während es ihr anfänglich genügte, einfachere Aufgaben in der Praxis zu übernehmen und hauptsächlich am Empfang zu arbeiten, gibt sie sich nun alle Mühe, stets dazuzulernen und im Umgang mit Patienten sicherer zu werden. Ich finde, diese Entwicklung tut Anita sehr gut. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge und tapst auch gerade dadurch immer mal wieder in ein Fettnäpfchen. Ihre Unsicherheit ergreift noch häufiger von ihr Besitz als es ihr lieb ist. Aber der Ehrgeiz, der in ihr schlummert, lässt sie wachsen. Man mag Anita aufgrund ihres Erscheinungsbildes unterschätzen. Hinter ihrer bunten Mode- und Make-upFassade steckt jedoch eine sehr sensible, empathische und interessierte junge Frau. Ihr Bedürfnis, anderen zu helfen, ist ihr Motor. Zu spüren, dass man ihr Verantwortung überträgt und dass sie gebraucht wird, gibt ihr Mut und hilft ihr, über sich hinauszuwachsen. Letztendlich entdeckt Anita in ihrem eigenen Tempo, was in ihr steckt. Es gefällt mir sehr, sie dabei zu begleiten und ihr zu helfen, sich zu entfalten.

"Die Eifelpraxis" thematisiert von Anfang an die Überlastung der Landärzte und hält ein Plädoyer für Patientennähe. Könnten Sie sich vorstellen, in einer Praxis auf dem Lande zu arbeiten?

Grundsätzlich kann ich mir das vorstellen, na klar! Auf dem Land zu wohnen, finde ich sowieso eine sehr schöne Vorstellung, weil ich so gerne einen Hund hätte. Ob ich aber als Schauspielerin Diagnosen stellen und operieren sollte – da bin ich mir nicht so sicher. Ich würde mich dann eher der Patientennähe widmen und reichlich Hausbesuche mit Hund abstatten.

Yuri Völsch als Sören

Als Sören in "Herzenssachen" erfährt, dass der Vater seines besten Freundes für seinen schlimmen Unfall verantwortlich war, bricht für ihn eine Welt zusammen. Wie würden Sie mit einer solchen Nachricht umgehen?

Das kann ich nicht so genau sagen, wie ich reagieren würde, wenn mir das wirklich passiert im echten Leben. Ich vermute mal, dass ich in so eine Art Schockstarre fallen würde.

Wie war es für Sie, in einer erfolgreichen Freitagabend-Reihe mitzuspielen?

Für mich ist jede Rolle eine interessante Herausforderung – egal ob erfolgreich oder (noch) nicht erfolgreich. Die Stimmung war professionell entspannt.

Dennis Hofmeister als Fritz Hürtgen

Sein Vater hat Fritz‘ besten Freund Sören angefahren und dann Fahrerflucht begangen. Wie sehen Sie das: Kann eine Freundschaft das aushalten?

Ja, ich denke schon, dass jede Freundschaft bestehen bleiben kann, wenn man bereit ist, zu vergeben. Und in diesem speziellen Fall war es ja nicht Fritz selbst, der den Fehler gemacht hat, sondern sein Vater.

Vergebung und Verantwortung sind wichtige Themen in den beiden neuen "Eifelpraxis"-Filmen. Wie wichtig ist es, auch mal vergeben zu können?

Es ist sehr wichtig, vergeben zu können. Aus Fehlern kann man ja auch lernen bzw. die Person, die sie begangen hat, kann daraus lernen

Andreas Pietschmann als Martin Hürtgen

Martin Hürtgen hat den besten Freund seines Sohnes angefahren und Fahrerflucht begangen. Lange Zeit bringt er es nicht übers Herz, zu seinem Fehler zu stehen. Könnten Sie sich vorstellen, mit einer solchen Schuld zu leben?

Ich glaube nicht, es muss entsetzlich sein! Ich stelle mir vor, dass eine solche Schuld einen vollkommen lähmt. Martin Hürtgen hat Angst, nicht mehr für seinen Sohn da sein zu können, wenn er als Vater die Konsequenzen aus seiner Fahrerflucht tragen muss.

Woran liegt es, dass Martin schließlich doch gesteht?

Sein Sohn konfrontiert ihn direkt mit der Frage, ob er es gewesen sei. Er möchte ihn nicht weiter belügen. Die Last seiner Lügen erdrückt ihn und er spürt, dass sie letzten Endes niemandem nutzen und ihn immer weiter von seinem Sohn entfernen. Er will sich selbst befreien.

Christin Nichols als Lena Kuhn

Lena Kuhn ist in "Körper und Geist" verzweifelt: Ihr Mann hat gesundheitliche Probleme und weigert sich, zum Arzt zu gehen. Wie würden Sie in dieser Situation handeln?

Eine Person leiden zu sehen, die man liebt, ist eine ganz furchtbare Vorstellung. Man kann Menschen leider nur so weit helfen, wie sie es zulassen. Wenn man verheiratet ist und eine Familie hat, dann ist man aber nicht mehr nur für sich alleine verantwortlich. Ich würde nichts unversucht lassen – und am Ende würde ich mich schon irgendwie durchsetzen, da bin ich mir recht sicher.

Unterschiedliche Völker und Kulturen haben im Verlauf der Jahrtausende in der Eifel ihre Spuren hinterlassen. Was ist für Sie das Besondere an diesem Fleckchen Erde?

Die Eifel ist unfassbar schön, eine richtige Märchenlandschaft. Ich mag es, an Orten zu sein, die einem die Möglichkeiten geben, in die Vergangenheit einzutauchen, Orte, die entschleunigen. Der "Eifelpraxis"-Dreh war in jeder Hinsicht ein besonderes Erlebnis für mich – durch das tolle Team, vor allem aber durch diesen ganz besonderen Ort.

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