Fragen an Armin Rohde

Horst (Armin Rohhde) macht es seinem Sohn Martin (Ole Fischer, li.) nicht immer leicht.
Horst macht es seinem Sohn Martin nicht immer leicht.

Fragen an Armin Rohde

Horst, den Sie in „Die Inselärztin“ spielen, kann dem Inselleben nicht viel abgewinnen. Was sind Sie für ein Typ – reisen Sie gerne oder bleiben Sie am liebsten zu Hause?

Das kommt ganz darauf an, wie ich mich fühle und wie viel es zu arbeiten gibt. Manchmal könnte ich dauernd unterwegs sein. Mauritius ist sensationell, hier leben Hindus, Christen und Muslime in Eintracht miteinander. Um es pathetisch zu sagen: Mauritius ist beispielgebend für die Menschheit. Es gibt eine besondere Art des Miteinanders; die Menschen haben ein einfacheres Leben, wirken aber zufrieden. In Mauritius leben übrigens die meisten Hindus außerhalb Asiens, gemessen an der Bevölkerungszahl. Ein muslimischer Fahrer hat zu mir gesagt, zum Nachbarn zu gehen sei dort wie verreisen.

Wie halten Sie es kulinarisch, Mettbrötchen mit Curry oder doch lieber die klassische Variante des Ruhrpott-Sushis, experimentell oder lieber klassisch?

Ich liebe japanische Küche, es darf aber auch traditionell sein. Wobei ich immer mehr zum Vegetarier werde, je mehr ich sehe, wie mit Tieren umgegangen wird. Inzwischen genieße ich vegetarisches Essen, durch Pilze kann man viel ersetzen und auch vegetarische Burger kann ich durchaus genießen.

Horst begleitet seinen Sohn Martin nach Mauritius. Wie ist das Verhältnis der beiden, was ist Horst für ein Vater?

Er ist überbeschützend seinem Sohn gegenüber. Anfangs denkt man, Horst ist nur mit seinem eigenen Kram beschäftigt, dann merkt man, wie sehr er sich um seinen Sohn kümmert. Er ist etwas ruppig, aber durchaus mitfühlend. Solche Rollen liebe ich. Sich beim Spielen mit Paradoxien zu beschäftigen, ist großartig. Ich mag es nicht, wenn es zu weichgespült ist, das hat mit echtem menschlichen Miteinander wenig zu tun.

Es gibt eine Szene in einem „Wildlife-Park“, in dem ein Löwe frei herumläuft. Sind Sie ihm wirklich in der freien Wildbahn begegnet?

Das war kein Trick! Der Löwe lief wirklich frei herum, war ca. 50-80 Meter von uns beim Dreh entfernt. Natürlich haben die Wildhüter und die Produktion dafür gesorgt, dass es nicht gefährlich für uns ist. Aber noch viel aufregender war für mich der Dreh, als ich in einer Drahtseilbahn 150 Meter über dem Abgrund schwebte. Davor hatte ich Respekt – der Löwe hat mir nichts ausgemacht.

Sie sind ein begeisterter Fotograf und lichten oft auch während der Dreharbeiten ihre Kollegen ab. Was war das spannendste Motiv, das Sie auf Mauritius vor der Linse hatten?

Ich fotografiere das Team und Schauspielkollegen während der Arbeit – das zählt zu meinen Lieblingsmotiven. In Mauritius war ich auch auf Fotosafari. Sensationell ist auf der Insel das Licht, ein Traum! Das Verhältnis von Licht und Schatten ist hier außergewöhnlich, das bekommen Sie selbst bei schönstem Wetter in Frankfurt nicht. Fotografie ist Schreiben mit Licht – der Indische Ozean, der Himmel, die Insel ist ein Juwel!

Sie sind Buddhist – welche Weisheit dieser Lehre hilft Ihnen, wenn es am Set mal wieder etwas hektischer zugeht?

Ins Deutsche übersetzt ist mein Leitsatz: „Was du nicht willst, das man dir tu’…“ oder einfach das universelle „Om“. Einfach hinsetzen und nicht an Probleme denken. Am besten ist es, die Meditation mit einer einfachen körperlichen Übung zu verbinden. Es gibt eine Stelle unterhalb des Daumens, die nennt man „Tempel der Arbeit“. Wenn man diese Stelle in der Handinnenfläche berührt, kann man besser meditieren.

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