Interview mit Cornelia Gröschel

Marie (Cornelia Gröschel) und Alex (Sebastian Fräsdorf) auf dem Fischkutter.
Marie und Alex auf dem Fischkutter. | Bild: ARD Degeto/Harald Cremer

Interview mit Cornelia Gröschel

Sie spielen die toughe Marie, die Jugendliebe von Alex. Welche Gefühle hat sie, als Alex zurückkommt?

Den Schmerz über die Trennung vor vielen Jahren hat Marie nicht vergessen. Doch so sehr sie Alex ignorieren oder zurückweisen möchte, sie kommt an ihm einfach nicht vorbei. Er ist nach wie vor ihr magnetischer Gegenpol.

Marie ist das "Herz des Dorfes" und eine der wenigen Frauen. Warum ist sie in Stresund geblieben, und in welchem Verhältnis steht sie zu den Dorfbewohnern?

Marie liebt Stresund und dessen Bewohner. Sie sind ihre Familie und ihr Leben. Sie weiß tief in sich drin, dass sie an keinem anderen Ort der Welt leben möchte. Deswegen war es für sie nie eine Option, die Stadt zu verlassen. Und ihr mürrisches Fischerdasein würde wahrscheinlich auch schlecht zu einer Großstadt passen.

Sie wuchsen in einer Dresdner Künstlerfamilie auf. Was bevorzugen Sie privat – Stadt oder ländliche Idylle?

Ich freue mich für meine Freunde, die sich ein Häuschen mit Garten auf dem Land bauen, mit idyllischen Wäldern und Feldern rund herum. Aber ich bin ein Stadtmensch, und ich liebe kurze Wege. Müsste ich jedes Mal eine Stunde fahren, um zum nächstgelegenen ICE-Bahnhof zu gelangen, würde ich durchdrehen. Ich schätze es, die Freundin ein paar Häuser weiter wohnen zu haben, den Supermarkt und die Drogerie um die Ecke und mein Lieblingsrestaurant in Laufweite haben zu können.

Sie spielen sehr glaubwürdig eine Fischerin. Waren Sie privat schon einmal auf dem Fischkutter, und haben Sie neben Tanzen und Spring- und Dressurreiten jetzt ein neues Hobby?

Mir ist das Fischerleben eigentlich komplett fremd. Ich bin noch nie auf einem Fischkutter gewesen und war auch noch nie Angeln. Die teilweise noch lebenden Fische anzufassen, war anfangs eine ziemliche Überwindung. Auch die Krebse haben wir manchmal einfach zurück ins Wasser gelassen. Durch das Reiten bin ich aber gewohnt, draußen zu sein und ein Hobby zu haben, bei dem man nicht zimperlich sein sollte und bei dem man auch zupacken muss.

Haben Sie selbst ein Geheimrezept für die Liebe?

Für mich ist Vertrauen eine der wichtigsten Zutaten für eine gute Beziehung. Und der Mut, meinem Partner auch mal zu sagen, wenn mich etwas stört, auch auf die Gefahr hin, dass er mir das erst einmal übelnimmt. Ich denke, nur so kann man Konflikte klein halten, und es bauen sich keine Mauern aus unausgesprochenen Dingen auf.

Sie haben schon in einer beachtlichen Anzahl von Filmen mitgespielt. War die Schauspielerei immer schon ein Traumberuf?

In die Schauspielerei bin ich eigentlich eher so hineingerutscht. Als Kind wollte ich Dressurreiterin oder Tänzerin werden. Da ich aber schon früh mit dem Drehen begann, war es irgendwann für mich die logische Konsequenz, nach einem entsprechenden Schauspielstudium bei diesem Beruf zu bleiben, bei dem ich schon so viel – inzwischen sind es mehr als zwei Jahrzehnte – Berufserfahrung hatte.

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