Interview mit Uwe Rohde

Alex und sein Vater Fred (Uwe Rohde) haben ein schwieriges Verhältnis.
Wenn Alex wirklich zahlen muss, fehlt ihm das Startkapital fürs eigene Geschäft! Um sein Erspartes zu retten, fährt Alex zu seinem Vater, mit dem er seit Jahren kein Wort mehr gesprochen hat.  | Bild: ARD Degeto / George Cifteli

Interview mit Uwe Rohde

Sie spielen Fred, den Vater von Alex: Wie würden Sie ihn beschreiben?

Fred ist ein Vater, der nicht immer das richtige Fingerspitzengefühl besitzt, wenn es um die Belange seines Sohnes geht. Über Gefühle reden und sie zeigen, ist nicht sein Ding. Durch den Unfall, den er auf seinem Kutter hatte, ist er zum ersten Mal auf die Hilfe anderer angewiesen, und daran hat er arg zu knabbern.

Er empfängt seinen Sohn ja ziemlich mies gelaunt – warum? Wie verändert sich das Verhältnis zwischen Vater und Sohn im Laufe der Handlung?

Freds Unfall macht ihm sehr zu schaffen. Nicht mehr laufen zu können und seine Arbeit als Fischer aufgeben zu müssen, trübt seine Lebensfreude. Das Verhältnis zu seinem Sohn war über Jahre gestört und vieles wurde aus vergangener Zeit nicht geklärt bzw. hat er mit seinem Sohn nie beredet. Doch über die Zeit, die die beiden gezwungenermaßen miteinander verbringen, wächst sein Wille, die Hilfe seines Sohnes anzunehmen, und die beiden kommen sich näher.

Neben einer klassischen Gesangsausbildung für die Oper haben Sie u.a. eine Clownsausbildung absolviert. Was macht den Humor von "Fischer sucht Frau" aus und worin liegen die tragischen Momente?

Humor und Tragik liegen dicht beieinander, und die situative Hilflosigkeit im Spiel findet den schmalen Grat zwischen Freud und Leid. Der Spannungsbogen in "Fischer sucht Frau" ist ausgeglichen, so wie es bei Ebbe und Flut ist.

Sie sind der Bruder von Schauspieler Armin Rohde – haben Sie schon einmal gemeinsam gedreht, und tauschen Sie sich mit Ihrem Bruder aus, wenn Sie beide sich auf eine Rolle vorbereiten?

Es ist schon eine ganze Weile her, dass mein Bruder Armin und ich gemeinsam vor der Kamera standen. Zuletzt war es vor 16 Jahren für die Verfilmung des Grubenunglücks "Das Wunder von Lengede". Mit meinen Geschwistern stehe ich in gutem Kontakt, doch was wir beruflich machen – da hat jeder selbst genug um die Ohren. Da fehlt oft die Zeit für einen Austausch.Nicht selten kommt es vor, dass wir miteinander telefonieren und im Gespräch bemerken, dass wir nicht nur zufällig in der gleichen Stadt drehen, sondern auch im selben Hotel untergebracht sind. Oder kürzlich kam mir mein Bruder morgens vor dem Hotel entgegen – er kam vom Nachtdreh, und ich war auf dem Weg zum Dreh.

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