Fragen an Hans Löw

Martin (Hans Löw,re.) und Rufus (Peter Franke) begraben das Kriegsbeil.
Martin und Rufus begraben das Kriegsbeil. | Bild: ARD Degeto / Boris Laewen

Im Film spielen Sie den patenten Fliesenleger Martin. Hand aufs Herz: Sind Sie ein Anhänger des momen- tanen Trends des "DIY – Do it yourself"?

Ob Trend oder nicht, gegen "Do it yourself" habe ich nichts einzuwenden. Dabei verbindet man mit dem Ergebnis auf jeden Fall wesentlich mehr, als wenn man sich alles machen lässt. Allerdings müsste ich lügen, wenn ich behaupten würde, nur die geringste Begabung auf diesem Gebiet zu haben. Ein Bücherregal jedoch war der Knaller, mein ganzer Stolz. Den zweiten Umzug hat es aber nicht überlebt.

Martin und Karla Seewald erleben diverse Turbulenzen beim Ausbau ihres neuen Eigenheims. Warum haben die beiden das Ausmaß eines solchen Projektes so sehr unterschätzt?

Fast alle, die ich kenne, die sich an ein derartiges Projekt gewagt haben, sind auf Überraschungen, Schwierigkeiten und meistens Mehrkosten gestoßen. Dass das Ganze bei den Seewalds so ausartet, ist überspitzt und sorgt hoffentlich für Vergnügen.

Können Sie persönlich nachvollziehen, dass man sämtliche Mittel und Energien mobilisiert, um sich seinen Traum vom eigenen Haus zu erfüllen?

Na ja, einen Lebensort definieren, den Kindern etwas hinterlassen wollen, das ist schon nachvollziehbar. Die Tatsache, dass Besitz bindet und unfrei macht, ist dagegen auch nicht von der Hand zu weisen.

Am Set gab es nicht nur Kollegen, sondern auch diverse Ziegen: Welche Herausforderungen ergaben sich dadurch für den Dreh?

Die Ziegen waren Filmziegen, totale Profis. So wie ich das verstanden habe, mussten sie nur immer hungrig gehalten werden, damit Futter als Lockmittel und Positionsbestimmung funktionieren konnte. Das ging sehr gut.

Der Film hat sowohl komische als auch ernste Momente. Was fordert einen Schauspieler mehr: das Lustige oder das Drama?

Eigentlich heißt es immer, die größere Herausforderung sei die Komödie. Aber ich denke, das eine gibt es gar nicht ohne das andere. Am meisten fühle ich mich also gefordert, wenn ich spüre, dass mir eines von beiden abhandengekommen ist.

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