Interview mit Annette Frier

Annette Frier
Annette Frier spielt im Film "Hotel Heidelberg – ... wer sich ewig bindet" die Rolle Annette Kramer | Bild: DasErste.de

In Ihrer Rolle werden Sie als Hotelchefin, aber auch als Partnerin und Mutter gefordert, bis Ihnen schließlich das Leben über den Kopf wächst. Wie erleben Sie Annette Kramer?

Ich hatte das große Vergnügen, Annette Kramer in vielen Lebensphasen spielen zu dürften: Pubertät des Sohnes, dessen Auszug, Adoption eines Jungen, der seine Eltern bei einem Autounfall verloren hat, Auf und Abs in ihrer Ehe mit Ingolf, Eklats in der eigenen Mutter-Tochter-Beziehung und der Alltag mit sehr unterschiedlichen Geschwistern. Auf der anderen Seite das Hotel, die Leidenschaft für selbiges, finanzielle Nöte und sehr viele schöne Begegnungen mit Gästen aller Art. Insgesamt eine schöne Palette für sehr viele Spielfarben – ich fühle mich beschenkt.

Die Bank, das Jugendamt und nicht zuletzt Ihre Familie "zwingen" Annette schließlich, eine schwerwiegende Entscheidung zu treffen. Wie reagieren Sie selbst, wenn der Weg sich gabelt?

Wie die meisten Menschen tue ich mich zunächst sehr schwer mit Veränderungen im Leben. Ich halte oft an Dingen fest, bevor ich sie dann doch – übrigens mit gar nicht so schwerem Herzen wie befürchtet – loslassen kann. Ist ein steiniger Weg, aber ich kann das jetzt übrigens wesentlich besser als noch vor zehn Jahren.

Der Verkauf des "Hotel Heidelberg" bedeutet für Sie, die Manager-Fäden nach erfolgreichen Filmen aus der Hand zu geben. Wie empfinden Sie die Neuausrichtung Ihrer Rolle?

Ja, da steckt natürlich auch ein bisschen Wehmut drin. Ist ja auch wieder so ein Loslassen, das mir – wie gesagt – nie besonders leichtfällt. Künstlerisch finde ich es eine gute Entscheidung. Wir haben so viele schöne große Momente gespielt, da kann man auch zu neuen Ufern aufbrechen. Außerdem heißt die Reihe ja "Hotel Heidelberg" und nicht "Kramer gegen Kramer". Ist doch toll, dass mal ein Ort die Hauptrolle spielt und nicht die Schauspieler. Außerdem, wer weiß, vielleicht komme ich ja mal zu Besuch!? Es war mir jedenfalls bis hierhin ein Fest!

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