Interview mit Meike Droste

Mascha (Meike Droste) freut sich auf die neue Aufgabe als Hotelchefin.
Meike Droste spielt im Film "Hotel Heidelberg – ... wer sich ewig bindet" die Rolle Mascha Hillinger | Bild: ARD Degeto / Bernd Spauke

Mascha ist erfolgreiche Romanautorin und sichert sich mit dem Schreiben ihre Unabhängigkeit. Wie erleben Sie Ihre Rolle?

Mascha ist eine sehr spontane und emotional reagierende Person. Das Reflektieren über eine Situation setzt immer erst viel später ein. Grundsätzlich ist sie Optimistin, versteckt aber auch Wunden hinter ihrer Maske aus Fröhlichkeit.

Mascha hat nach einem Vertrauensmissbrauch den Kontakt zu ihrer Schwester abgebrochen und auch von ihrer Tochter lange nichts gehört. Ist Mascha jemand, der keine Familienbande braucht?

Mascha braucht sehr wohl Anbindung an die Familie. Sie ist nur unglaublich konfliktscheu und stur, deshalb vermeidet sie die Auseinandersetzung, wo es nur geht. Dadurch entsteht diese unglaubliche, jahrelange Funkstille, unter der sie insgeheim sehr leidet.

Mascha will das Hotel mit viel Gefühl gestalten. Wie würden Sie es einrichten – mit Lavalampe oder mit Designer-Modell?

Mein persönlicher Geschmack wäre noch etwas ganz Anderes, aber zu Mascha passt die Mischung aus kauzigem Alten und neuem Design.

Ihre Rollenfigur wagt mit dem Kauf des Hotels den Sprung in eine neue Verantwortung – ohne jegliche Erfahrung in dem Metier. Hätten Sie den Mut zu diesem Schritt?

Grundsätzlich bin ich für Veränderungen im Leben eher offen und trete Unbekanntem oder auch Unangenehmen mutig gegenüber. Also, warum nicht?

Die Hotelküche soll auf Maschas Wunsch vegan werden. Welche Nähe haben Sie zu veganer Küche?

Wäre ich disziplinierter, würde ich vegan leben – und wäre viel fitter! Allerdings rebellieren meine Kinder.

Maschas schriftstellerische Spezialität ist Mord. Was für Literatur lesen Sie bevorzugt?

Keine Krimis! Nie! Gute Romane, Klassiker, Gedichte.

Haben Sie persönlich auch Zugang zum Geschichtenerzählen und es sogar evtl. schon mal versucht?

Alle Menschen haben Zugang zum Geschichtenerzählen, das können wir an den Kindern beobachten. Leider verschließt sich den meisten Menschen diese Tür im Laufe des Lebens. Ich habe das große Glück, meinen Beruf mit Geschichtenerzählen zu verbringen. Eigene Geschichten schreibe ich heimlich, still und leise.

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