Doppelinterview mit Barbara Süßmann (Redaktion) und Jens C. Susa (Produzent)

Krüger (Horst Krause, vorne), Ecki (Jörg Gudzuhn, Mitte) und Bernd (Fritz Roth)
Szenenbild aus dem Film. | Bild: ARD Degeto / Stephanie Kulbach

"Krüger aus Almanya", der erste Teil der Culture-Clash-Reihe um das Berliner Urgestein Paul Krüger, lief 2015 mit großem Erfolg. Wie entstand die Idee zu einer neuen Reihe?

Barbara Süßmann: Die Herausforderung, große Freude und das Privileg liegt dann darin, für eine Reihe ein Konzept zu entwickeln, das einen Star und Publikumsliebling wie Horst Krause abholt und die gewachsenen Erwartungen der Zuschauer gleichermaßen bedient und dabei noch originell ist. Das Erzählmuster ist ebenso simpel wie klar fokussiert auf die Charakterstärken unseres Protagonisten: Man setze eine an sich unbewegliche Figur in Bewegung und beobachte mit Vergnügen, wie daraus überraschende Begegnungen und neue Perspektiven entstehen. Das Ergebnis sind warme, liebevolle Komödien mit einem Quäntchen Eskapismus, denn Krüger ist ja immer mit einer Mission in Sachen Familie unterwegs. Und das hat (Reihen-) Potenzial.

Jens C. Susa: Der Regisseur Marc Andreas Bochert wollte nach dem großen Erfolg von "Krüger aus Almanya" mit Horst Krause weiterarbeiten. Ich hatte als Produzent gerade neu bei der Provobis Film begonnen – für mich eine Herausforderung. Wir haben mit den Autoren Ulla Ziemann und Marc Andreas Bochert eine neue "Krüger"- Geschichte gefunden. Die Redaktion und Horst Krause waren überzeugt. Das Abenteuer von Dreharbeiten in Griechenland konnte beginnen.

Nun folgt der zweite Film. Gibt es ein Erfolgsrezept?

Barbara Süßmann: Ein Erfolgsrezept gibt es nicht. Wir hoffen natürlich, dass der zweite Film Spaß macht und genauso angenommen wird wie der Pilot.
Jens C. Susa: Ob es ein Erfolg wird, entscheidet das Publikum. Rezepte für Erfolg? Wer eins hat, kann sich bei mir melden! Die Rolle des Paul Krüger scheint Horst Krause wie auf den Leib geschrieben. Ab wann stand fest, dass er die Hauptrolle spielen wird?
Barbara Süßmann: Von Anfang an! Krüger steht für verlässliche Werteprinzipien, auch wenn diese in der modernen, sich verändernden und bisweilen fremden Welt gefordert sind, mitzuwachsen und etwas elastischer zu werden sozusagen. Krüger verkörpert da eine Konstante, die sich mit Menschlichkeit auf den Begriff bringen lässt.
Jens C. Susa: Die Rolle des Paul Krüger ist für Horst Krause maßgeschneidert. Er verkörpert für mich den Idealtypus des "Fels in der Brandung", gegen alle Widerstände. Einer mit harter Schale, weichem Kern.

Marc Andreas Bochert war am Drehbuch beteiligt und führte Regie. Wie war die Zusammenarbeit?

Barbara Süßmann: Im Team erfolgreich zusammenzuwachsen, sich konstruktiv zu verständigen und gemeinsam Ziele zu verfolgen, ist ein Glücksfall. In dieser Konstellation stimmt jedenfalls alles.
Jens C. Susa: Barbara, besser kann man es nicht sagen!

Paul Krüger reist zuerst in die Türkei, dann nach Griechenland und aktuell für die Dreharbeiten zum dritten Teil mit dem Arbeitstitel "Küss‘ die Hand, Krüger" nach Österreich. Planen Sie bereits weitere Ziele?

Barbara Süßmann: Gewiss! Uns fallen vielfältige Abenteuer mit unserem Star ein. Und wir könnten uns vorstellen, demnächst mit Paul Krüger den osteuropäischen Raum zu erkunden.
Jens C. Susa: Wir arbeiten bereits an neuen Geschichten, lassen Sie sich überraschen!

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