Lucas Prisor im Gespräch

Blumen für Toni (Diana Amft) von Küchenchef Sebastian (Lucas Prisor). HaJü (Nikolaus Bender, re.) ist eifersüchtig.
Als Sebastian Blumen für Toni mitbringt, ist HaJü schnell eifersüchtig. | Bild: ARD Degeto / Martin Rottenkolber

Lucas Prisor als Sebastian Holtmann

Als Koch Sebastian Holtmann sind Sie neu im Ensemble. Was sind die wichtigsten Charaktereigenschaften Ihrer Figur?

Sebastian ist ein ambitionierter Koch und Lebemensch. Er ist ehrlich, direkt, anspruchsvoll und leidenschaftlich. Gegenüber seinen Mitmenschen kann er schroff, aber auch einfühlsam sein. Ein Perfektionist mit Kanten. Er ist neugierig, lernwillig und aufgeschlossen, wenn es um Fortschritt geht. So ist Nachhaltigkeit für ihn ein wichtiges Thema, nicht nur, wenn es um die Küche geht.

Sebastian Holtmann kocht am liebsten vegetarisch und frisch. Was kommt privat bei Ihnen auf den Tisch – und vor allem, wer kocht?

Lustigerweise passt die Rolle, was das Kochen betrifft, sehr zu mir. Neben der Schauspielerei bin ich ebenfalls ein Koch mit Leib und Seele. Seitdem ich aus dem Elternhaus ausgezogen bin, koche ich fast täglich und regelmäßig für viele Freunde. Am liebsten esse ich am Küchentresen oder an einer langen Eichentafel, romantisch zu zweit oder mit ganz vielen auf einmal!

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept?

Rezepte selber habe ich nicht. Ich improvisiere, variiere, und koche am liebsten mit einem Glas Wein in der Hand. Inspirieren lasse ich mich von meinem Vorbild Jamie Oliver, der französischen Küche, den Produkten aus dem Mittelmeer, und manchmal auch einfach von dem, was ich in meinem Kühlschrank finde. Was ich spontan kochen würde, wenn sie mich fragen? Verraten Sie es mir und ich würde es wagen, umzusetzen.

Zwischen Sebastian Holtmann und Toni gibt es schon ganz am Anfang der Zusammenarbeit Auseinandersetzungen. Wie haben Sie mit Ihrer Spielpartnerin Diana Amft hinter der Kamera verstanden?

Diana ist eine sehr charmante, lustige und aufgeschlossene Kollegin! Zusammen haben wir vom Drehbuch ausgehend versucht, die Rollen und ihre Charaktereigenschaften zu finden. Wichtig erschien uns, dass Ecken und Kanten, Fragen und auch Unstimmigkeiten in dieser Beziehung zu finden sind. Keine Weichspülung. Ganz nach dem Motto: Unterschiede ziehen sich an!

Hajü macht in seiner gewohnt nassforschen Art gegenüber Sebastian Holtmann seinen Anspruch auf Toni deutlich und erntet einen verwundert-amüsierten Blick. Was geht in diesem Moment in Holtmanns Kopf vor?

Sebastian ist kein Konkurrent sondern ein Macher. Wo die Liebe hinfällt, da spielen auch noch ein paar andere Kräfte mit. Interessant finde ich, dass Sebastian selber noch gar nicht weiß, wohin die Reise geht. Er hat keine Besitzansprüche im Gegensatz zu Hajü, Hat aber Spaß an seiner Eifersucht und vielleicht auch an einer kleinen Neckerei ...

Sebastian trifft auf zwei sehr starke und eigenständige Frauen. Was ist sein Überlebensrezept?

Genau auf dieser Wellenlänge mitmachen! Starke Frauen machen starke Männer. Dieses Bild ist ihm lieber als das altmodische Zerrbild, dass Männer immer die Macher sein müssen. Auf Augenhöhe und gleichberechtigt ist ihm am liebsten!

Sind Sie selbst auch schonmal auf ein solch dominantes Mutter-Tochter-Gespann gestoßen?

Ja, ich kenne weibliche Dominanz. Aber ich bin hier wertfrei. Diese Frauen haben mich geprägt und zu dem gemacht, der ich bin. Dafür bin ich dankbar.

Als in "Meine Mutter und plötzlich auch mein Vater" Tonis Vater Kurt unvermittelt auftaucht und mit der harschen Kritik von Heidi und Toni konfrontiert wird, scheint Sebastian Holtmann zunächst der einzige Mensch zu sein, der Kurt Verständnis und Unterstützung entgegenbringt. Was bewegt ihn dazu?

Auch Sebastian hat eine Vergangenheit, insbesondere mit seinem Vater. Ich denke, wenn man selber eine konkrete Situation schon einmal erlebt hat, zum Beispiel einen großen Fehler gemacht zu haben oder sogar einen Verlust erlebt hat, dann ist man sensibler für dieses Thema. Genau das trifft bei Sebastian zu. Es wirkt wie ein Geheimnis, aber in ihm ruht eine überzeugende, klare und starke humane Kraft.

Beide Filme entstanden unter erschwerten Corona-Bedingen. Gibt es eine Begebenheit, die Ihnen in diesem Zusammenhang besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ja, und zwar, dass es noch keinen Film gegeben hat, in dem alle eine Maske tragen. (lacht) Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen und Vorkehrungen, konnten wir das "normale" Leben widerspiegeln. Ich hoffe, das kann den Zuschauern schöne Eindrücke und Hoffnung vermitteln.

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