Margarita Broich über ihre Rolle "Heidi"

Heidis (Magarita Broich, Mitte) gute Laune sorgt bei HaJü (Nikolaus Bender) und Toni (Dianan Amft) für Staunen.
Heidis gute Laune sorgt bei HaJü und Toni für Staunen. | Bild: ARD Degeto / Martin Rottenkolber

Margarita Broich als Adelheid "Heidi" Janssen

Inzwischen haben Sie bereits im sechsten Film die Adelheid Janssen gespielt. Wo sehen Sie die größte Entwicklung in dieser Figur und ist Sie Ihnen inzwischen ans Herz gewachsen?

Ans Herz gewachsen ist mir Adelheid schon im ersten Film. Ich hatte das Gefühl, dass der Drehbuchautor Christian Pfannenschmidt vieles in die Rolle geschrieben hat, was ich auch von mir selbst kenne. Ich bin zwar nicht in der Eifel, aber im Westerwald aufgewachsen. Daher ist mir das ländliche Leben vertraut. Diese Frau tritt übrigens oft auf der Stelle. Deshalb sind die Entwicklungsschritte recht klein. Das ist auch ein Teil des Charmes der Rolle.

In "Meine Mutter im siebten Himmel" verlieben sich Heidi und der viel jüngere Gärtner Ron. Wie stehen Sie persönlich zum Thema Altersunterschied in Liebesbeziehungen?

Das Entscheidende in der Liebe ist, dass man sich auf Augenhöhe begegnet. In unserem Film sieht man allerdings, dass man als Frau mit einem jüngeren Mann für viel Gesprächsstoff sorgt – das macht es nicht leichter. Umgekehrt ist es akzeptiert.

Meistens macht Heidi einen eher pragmatischen, handfesten Eindruck. Schlummert in ihrem Herzen doch die große Romantikerin?

Wenn‘s an die Liebe geht, wird jede Frau romantisch.

Zwischen Heidi und Ron knistert es gewaltig – wie bereiten Sie sich auf romantische Szenen vor?

Ich versuche, darüber gar nicht nachzudenken. Alles andere bleibt mein Geheimnis.

Als in "Meine Mutter und plötzlich auch mein Vater" Heidis verschollener Ex-Mann Kurt vor der Tür steht, knallt sie ihm im ersten Reflex die Tür vor der Nase zu. Waren Sie in Ihrem Leben auch schonmal derart perplex, dass Sie ähnliches gemacht haben?

In der Regel versuche ich niemandem eine Tür vor den Kopf zu schlagen. Aber perplex war ich schon öfter, so als ich spät nach Dreharbeiten nach Hause kam und mein Mann zu meinem Geburtstag 30 Freunde in der Küche versteckt hatte. Da bin ich in die Knie gegangen.

Zwischen Heidi und Kurt herrscht eine große Dynamik, können Sie uns von der Zusammenarbeit mit ihrem Spielpartner Uwe Ochsenknecht erzählen?

Meine Antwort mag vielleicht etwas simpel klingen, aber "man spielt gern" mit Uwe. Wir haben schon früher zusammen gedreht. Ich wusste, dass ich mich auf die Arbeit mit ihm freuen kann. Wir hatten es sehr lustig.

Obwohl Heidi aus ihrem Herzen sonst keine Mördergrube macht, hat sie ihrer Tochter Toni dennoch wichtige Informationen über ihren Vater vorenthalten. Abgesehen von den verständlichen Motiven, finden Sie das Verhalten Ihrer Figur richtig?

Nein, ich finde das nicht richtig; aber Heidi konnte auch in dieser Sache nicht über ihren Schatten springen. Wahrscheinlich wäre es für alle Beteiligten besser gewesen, wenn sie sich ihrer Tochter anvertraut hätte.

Dreharbeiten in Zeiten von Corona verlangen allen Beteiligten eine Menge ab. Wie haben Sie die Drehzeit erlebt?

Testen, testen, testen – aber man gewöhnt sich an alles! Da wir viel draußen gespielt haben, war es für die Schauspieler etwas einfacher, für das übrige Team war es aber schon ziemlich herausfordernd.

Was wünschen Sie sich für die Zeit nach Lockdown und Social Distancing am meisten zurück?

Ich will meiner ganzen Familie und meinen Freunden um den Hals fallen, eine Woche lang jeden Abend ins Theater gehen und nie mehr darüber nachdenken, dass ein anderer Mensch eine Gefahr sein könnte – und ich eine Gefahr für ihn.

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