Stephan Luca spielt Rufus van Berg

Heidi (Margarita Broich, Mitte), ihre Tochter Antonia "Toni" (Diana Amft) und Rufus (Stephan Luca)
Diana Amft in ihrer Rolle als "Toni", zusammen mit Margarita Broich als Heidi und Stephan Luca als Rufus. | Bild: ARD Degeto / Martin Rottenkolber

Herr Luca, Ihre Figur Rufus van Berg hat in Toni die große Liebe gefunden und mit der Eifler Kupferkanne den Traum von Fusionküche verwirklicht – im Grunde könnte er zufrieden sein. Warum setzt er sich dennoch so unter Druck und damit seine Beziehung aufs Spiel?

Naja, das ist so eine Sache mit den Träumen. Er hat sich für Toni und die Kupferkanne in der Eifel entschieden, aus ganzem Herzen. Allerdings ist er auch ein ehrgeiziger und ambitionierter Koch und möchte den verlorenen Stern zurückerobern. Dies ist sein Ziel, er kann nicht "einfach kochen", sagt er zu Toni. Er ruht sich nicht darauf aus, dass die Kupferkanne ausgebucht ist, sondern glaubt an das Prinzip der Steigerung – diese kompromisslose Haltung führt zu Problemen und Diskussionen mit ihr.

Rufus betont wiederholt, dass er der Chef in der Kupferkanne ist. Nagt der Verlust seines Kölner Gourmettempels immer noch an ihm?

Ich glaube nicht, dass der Verlust seines Restaurants in Köln der Grund für seine Chefansagen ist. Er kämpft eher um seinen verlorenen Status und seinen Platz in der neuen Kupferkanne. Seine Motivation ist groß und er möchte seine Position innerhalb der neuen Familie und seines Teams in der Kupferkanne verstanden wissen.

Während Toni und Heidi echte Eifelfrauen sind, die komplett in die Gemeinschaft integriert sind, scheint Rufus noch ein Außenseiter zu sein. Was muss passieren, damit er sich dort heimisch fühlt?

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es ist wie so oft im Leben: Die Dinge im Hier und Jetzt wirklich wahrzunehmen, zu schätzen, zu genießen und anzukommen, bedarf manchmal einer Veränderung von außen. Rufus ist auf der Jagd nach seinem Stern so sehr in seiner Welt des Chefkochs gefangen, seiner Routine von klaren Strukturen und Hierarchien, dass er zum Beispiel auf die guten Ratschläge von Toni und Heidi, auf heimische Produkte der Eifel umzustellen, erst dann reagiert, als das Problem mit den französischen Lieferanten zu groß wird.

Statt mit seiner Toni einen Liebesurlaub im Luxushotel zu verbringen, entscheidet sich Rufus für das Restaurant und schickt seine Liebste mit ihrer Mutter auf Reisen. Warum stellt Rufus das Geschäft an erste Stelle?

Er möchten den Stern, er ist der Koch und trägt, seiner Meinung nach, die Verantwortung fürs Restaurant. Und er liebt Toni, er möchte, dass sie die Zeit genießt und sich erholt.

Liebespaar und Geschäftspartner – glauben Sie, dieses Lebensmodell kann funktionieren? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?

Das kommt immer sehr darauf an. Manchmal funktioniert das großartig und sehr erfolgreich, in anderen Fällen geht ein derartiges Modell furchtbar schief. Im Film wird vieles darauf hinauslaufen, welche Rolle jeder in dieser besonderen Konstellation eines "Familienbetriebes" spielt oder spielen möchte.

In ihren Rollen liefern sich Diana Amft und Margarita Broich am laufenden Band verbale Schlagabtäusche. Ist es mit den Kolleginnen außerhalb des Drehs auch so turbulent?

Es ist wunderbar turbulent und sehr, sehr lustig! Ich genieße die gemeinsamen Drehtage sehr, denn wir mögen und vertrauen uns. Komödie ist immer wieder ein wunderbarer Tanz auf dem Drahtseil, nichts ist schwieriger. Eine gute Komödie verlangt immer auch das Drama, ein gutes Timing und auch die Freiheit, ganz unerwartete Dinge zu tun. Es ist ein großer Spaß, dies mit Margarita und Diana an jedem Drehtag immer wieder neu zu versuchen

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