Marlene Morreis als Sarah Wünsche

Sarah Wünsche (Marlene Morreis) besucht ihren zwölfjähriger Sohn Paul (Oskar Netzel), der immer wieder ins Krankenhaus muss.
Sarah Wünsche besucht ihren zwölfjähriger Sohn Paul, der immer wieder ins Krankenhaus muss. | Bild: ARD Degeto / Susanne Schroeder

Sie verkörpern Sarah Wünsche, eine alleinerziehende Mutter, die sich trotz etlicher Rückschläge immer ihren unerschütterlichen Optimismus bewahrt. Woher nimmt sie ihre Kraft?

Es gibt einfach Momente im Leben, Situationen und manchmal auch längere Phasen, da funktioniert man ganz automatisch, weil man es muss. Da hat man nicht mal mehr die Zeit zu überlegen, was man da überhaupt gerade macht. Das ist eine Art Überlebensautomatismus. In solchen Momenten geht man an seine Reserven, aber davon gibt es immer mehr, als man zu haben glaubt.

Zwei Menschen, die nicht – oder nicht mehr – an die Liebe glauben: Sarah und Pohlmann sind beide nicht ganz unkomplizierte Charaktere. Wie erklären Sie es sich, dass die beiden nach etlichen Fehlstarts schließlich ihre Gefühle füreinander entdecken?

Man sollte nie den Glauben im Leben verlieren, egal, an was. Sarah trägt immer noch einen Funken Hoffnung in sich und glaubt insgeheim noch an das Gute im Menschen. Deswegen gibt sie auch Pohlmann mehrere Chancen, die sie wiederum auch von ihm bekommt. Beide erkennen vielleicht auch, wie wichtig es ist, von vorgefertigtem Denken abzurücken, und auch mal Menschen eine Chance zu geben, die man sonst immer sofort in eine bestimmte Schublade steckt. Chancen geben und zulassen, und dann noch so einen guten Kuppler haben wie Paul!

Oskar Netzel spielt Ihren Filmsohn Paul, die Schlüsselfigur in dieser märchenhaften Geschichte. Wie war die Arbeit mit ihm?

Die Arbeit mit Oskar war ganz, ganz toll. Er hat intuitiv sehr viele richtige Entscheidungen getroffen und sie immer mit voller Überzeugung umgesetzt. Er hat nie gezögert, sich voll und ganz in eine Situation zu schmeißen. Das wünscht man sich ja fast von sich selbst ein wenig öfter, so bedingungslos agieren zu können.

Sarah hält trotz aller Widrigkeiten an ihrem Traum vom eigenen Kiosk fest. Können Sie das nachvollziehen?

Durchaus. Ich denke, für Träume muss man kämpfen und darf sie nicht aus den Augen verlieren. Natürlich ist es wichtig, dass das auch erfüllbare Wünsche sind. Aus eigener Überzeugung und Kraft so was zu stemmen, ist schon eine gewaltige Aufgabe, aber umso erfüllender, wenn man es dann geschafft hat. Für mich war ein Wunschtraum, Schauspielerin zu werden. Da ich aber mit 26 Jahren in Deutschland nicht mehr an einer staatlichen Schule genommen worden wäre, ging ich gleich ins Ausland. Das hat ziemlich viel Geld und ziemlich viele Nerven gekostet, aber ich möchte die Erfahrung nicht missen.

Was macht für Sie persönlich den Zauber von Weihnachten aus?

Meist bin ich an Weihnachten auf Reisen, das kann alles Mögliche sein, von Langlaufen in Finnland oder mit dem Rucksack durch Myanmar. Beschenkt wird trotzdem, aber nicht in wahnsinnigem Ausmaß. Mit der kommerziellen Seite von Weihnachten habe ich so meine Probleme. Am liebsten mag ich die Adventszeit, wenn man zu Hause bastelt und Kekse backt und alles still ist.

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