Fragen an Michaela May

Ich wohne jetzt hier: Chaos-Tante Michi (Michaela May) kehrt aus Frankreich zurück.
Wie gerufen kommt unerwartete Unterstützung aus der Familie, denn in der Not finden die Wildensteins zusammen. Chaos-Tante Michi kehrt aus Frankreich zurück. | Bild: ARD Degeto / Marc Reimann

Als Michi, Rikes unkonventionelle Tante, ziehen Sie jetzt auf dem Reiterhof ein. Wie sind Ihre eigenen Erfahrungen mit Pferden?

Ich war nie das klassische Pferdemädchen. Ich bin am Ammersee aufgewachsen, und da gab’s eher Fische (lacht). Mein Kontakt zu Pferden kam erst durch meine beiden Töchter. Wenn wir mit der Familie nach Tirol gefahren sind, verbrachten sie jede freie Minute auf einem benachbarten Reiterhof. Beide können gut reiten, und ich hab es damals auch gelernt. Später hatten wir ein eigenes Pferd, und meine jüngere Tochter ist wirklich sehr passioniert. Als sie in England zur Schule ging, entdeckte sie ihre Leidenschaft für Polopferde und spielt auch heute noch Polo. Mir waren Pferde immer ein bisschen unheimlich, und ich hatte das Gefühl, so ein Pferd hat mich in der Hand und nicht ich das Pferd. Meine Sportart ist Tennis – obwohl man da ja auch nicht immer die Kontrolle über den Ball hat (lacht).

Michi liebt die Natur und sucht dort ihre Entspannung, wirkt überhaupt ziemlich gechillt. Wie und wo können Sie am besten entspannen?

Also, Michi ist schon ein bisschen extrem, eine Alt-68erin, mit allem, was dazu gehört, auch Hasch. Sie raucht noch ab und zu ein Zigarettchen, inzwischen Naturzigaretten, und hat halt eine etwas andere Einstellung zur großen Disziplin am Reiterhof. Ich selbst gehe gern in die Berge und in den Wald, Natur und Wasser sind für mich ein großer Quell für Erholung und auch für Fantasie. Mit Yoga habe ich nach der Geburt meiner zweiten Tochter angefangen, weil ich damals etwas gesucht habe, das mich wieder auf Trab bringt, zumal ich auch mit Ballett aufgehört hatte. Und Aerobic, was damals so „in“ war, hat mir gar nicht gefallen. Zusammen mit einer Freundin hab ich dann vor über 30 Jahren Yoga entdeckt, und 2006 habe ich dann ein eigenes Yoga-Buch geschrieben. Ich bin schon seit Längerem in einer festen Gruppe, ein- bis dreimal die Woche mache ich die Übungen, und jetzt, in Corona-Zeiten läuft der Kurs mit unserer Lehrerin über "Zoom".

Michi hat ja dann die Idee, auf dem Reiterhof einen Hofladen zu eröffnen. Wie finden Sie den Trend, dass immer mehr Bauernhöfe ihre Waren direkt anbieten, und kaufen Sie selbst dort ein?

In München gibt’s keinen Hofladen in dem Sinne, aber viele gute Wochenmärkte, und dort kauf ich eigentlich immer ein. Ich wohne am Viktualienmarkt, wo es natürlich eine große Auswahl an frischen Lebensmitteln aus der Region gibt. Bei den Wochenmärkten kenne ich inzwischen die Händler und weiß, woher ihre Lebensmittel kommen und dass die auch wirklich ohne große Schädlingsbekämpfungsmittel gewachsen sind. Und das Fleisch hol ich am liebsten von einem Biohof am Ammersee. Und genau wie Michi kreiere ich gern eigene Produkte: Ich bin eine beliebte Marmeladen-Verschenkerin! Meine Lieblingssorten sind Sauerkirsche, Johannisbeere, Aprikose und Himbeere. Außerdem stelle ich gern Holunderblütensirup her, z.B. für den HugoCocktail, aber auch mit Mineralwasser, Minze und Zitronensaft schmeckt das toll. Etwas ernten und daraus etwas herstellen ist eine große Passion von mir. Ich liebe Pilze, Blumen und Beeren. Steinpilze und Pfifferlinge lassen sich gut einfrieren, so dass man das ganze Jahr über etwas davon hat. Ich bin also eher eine Sammlerin als eine Jägerin.

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