Ulli Maier spielt Elsa Wildenstein

Elsa (Ulli Maier) belauscht ein Telefonat von ihrem Sohn Ferdinand (Shenja Lacher).
Ulli Maier in ihrer Rolle als Elsa Wildenstein. | Bild: ARD Degeto / Kerstin Stelter

Jahrelang lebte Elsa im Schatten ihres autoritären Mannes. Doch nach dessen Tod sieht sie nicht länger weg. Die Tatsache, dass sie sich nach all den Jahren wieder ans Steuer ihres Autos setzt, hat Symbolcharakter für ihre Kinder. Elsa lenkt jetzt ihr Leben selbst! Sie versucht vor allem, den Reiterhof zu retten, auch wenn sie sich dabei gegen ihren Sohn stellen muss. Dass sie zeitlebens damit gehadert hat, den falschen Mann geheiratet zu haben, und sich schon lange zum Tierarzt Georg Stadelmeier hingezogen fühlte, blieb der Familie verborgen. Aber das ist nicht Elsas einziges Geheimnis.

Fragen an Ulli Maier

Ein Riss geht durch die Familie Wildenstein. Warum hat Elsa nicht mehr unternommen, um die Familie wieder zusammenzuführen? Und warum traut sie ihrer Tochter Rike anfangs so wenig zu?

Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, da es wohl auch mit einem Familiengeheimnis zusammenhängt, das noch aufgeklärt werden muss. Bei der Vorbereitung habe ich mir überlegt, dass Elsa ziemlich jung geheiratet hat, dann kamen die drei Kinder, die feine Starnberger Gesellschaft – da stellt man sich nicht leicht gegen seinen Mann, der in der Branche einen guten Ruf hat. Dass Rike nach Amerika ging, hat Elsa tief verletzt. Aber sie hat auch gewusst, dass es keinen Zweck hätte, sie zurückzuholen – was ich als Mutter einer Tochter allerdings nicht ganz nachvollziehen kann. So dauert es nach Rikes Rückkehr eine Weile, bis Elsa ihr wieder vertrauen kann und sie dann nach Kräften unterstützt. Elsa macht einen langen Weg der Emanzipation durch. Die Zuschauer werden Zeugen, wie sie sich aus ihrer "Bravheit" schält und nicht mehr nur funktioniert. Ihre Wandlung finde ich sehr spannend! So etwas zu spielen, ist sehr reizvoll.

Was hat Sie an Ihrer Rolle gereizt? War das Pferdemilieu ein Faktor?

Es gab mehrere Gründe. Neben der spannenden Familiengeschichte im Film auch die Kollegen und die Nähe zum Starnberger See. Ich liebe das Wasser. Und ja, ich mag Pferde sehr, auch wenn ich keine gute Reiterin bin. Ich habe nie wirklich Reiten gelernt. Aber eine Freundin hat einen Hof in Umbrien, und da sind wir öfter geritten. Über die Felder, in der Abendsonne, ein Traum! Aber die Pferde waren auch sehr, sehr brav (lacht). Ich habe einfach meinem Pferd vertraut und versucht, mit ihm im Einklang zu sein. Ich habe es möglichst wenig gestört. Vielleicht hat es mich deshalb so freundlich getragen und unversehrt nach Hause gebracht. Das ist natürlich weit entfernt von dem, was zum Beispiel Klara Deutschmann mit Pferden anstellen kann. Sie ist wirklich eine wunderbare Reiterin

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