Fragen an Inez Bjørg David

Ella (Inez Bjørg David) muss bei den Dorfbewohnern etwas geradebiegen.
Ella muss bei den Dorfbewohnern etwas geradebiegen. | Bild: ARD Degeto / Luis Zeno Kuhn

Ein großes Thema für Ella ist die Frage, wo sie eigentlich leben möchte – in der Großstadt München oder lieber auf dem Land, wo sie herkommt. Wie wichtig ist Ihnen selbst die „Heimat“, wo liegen Ihre Wurzeln?

Ich habe mit 19 mein Heimatland Dänemark verlassen und bin nach Berlin gezogen. Ich fühle mich sowohl in Dänemark zuhause wie auch in Deutschland. Für mich ist Heimat also nicht unbedingt ortsgebunden, sondern ein Ort, wo man Verbundenheit zwischen Menschen spürt.

Stadt- oder lieber Landleben wird aktuell überhaupt wieder stärker diskutiert in der Gesellschaft. Wo würden Sie persönlich sich wohler fühlen? Sind Sie eher eine „Stadtpflanze“ oder könnten Sie auch mit einem Leben auf dem Land liebäugeln so wie Ella?

Wie viele Stadtkinder habe ich schon immer ein romantisches Bild vom Leben auf dem Land gehabt. Nicht, dass ich mir eingeredet habe, man müsste nicht viel arbeiten - im Garten oder am Haus, aber die erhoffte Seelenruhe, die man sich so vorstellt, habe ich nie auf dem Land gefunden. Wie alle seelischen Entwicklungen und Empfindungen kommen diese von innen nach außen und nicht von außen nach innen.

Am Ende des Films stellt Ella lachend fest: „Nichts bleibt privat auf dem Land“. Würde Sie persönlich so etwas stören?

Absolut. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn man auf dem Dorf aufwächst - dann ist es ja etwas „was man kennt“, und dadurch empfindet man es vielleicht als etwas Wohliges, Beruhigendes - der Gang des Lebens einfach. Als Stadtkind ist das natürlich eine Erfahrung, die man so nie gemacht hat, und es wirkt dann eher beklemmend.

Beim aktuellen Projekt der Kanzlei überwirft sich Ella sogar mit ihrer Chefin, weil sie Umweltfragen wichtiger findet als den großen Gewinn. Wie wichtig sind Ihnen Natur- und Umweltschutz?

Ich glaube ganz ehrlich nicht, dass Ella in dem Moment an die Umwelt gedacht hat - sondern an die Menschen, mit denen sie aufgewachsen ist, und denen sie sich überraschenderweise doch zugehörig fühlt. Mir persönlich ist die Umwelt natürlich sehr wichtig - ich bin schon viele Jahre in diesem Bereich auch tätig.

Wenn Sie an die Dreharbeiten zurückdenken, woran erinnern Sie sich besonders gern?

Alle Drehs sind anstrengend. Manche mehr und manche weniger. Und auch bei jedem Dreh gibt es mindestens einen Menschen, bei dem man sich freut, ihn kennengelernt zu haben.

1 Bewertungen
Kommentare
Bewerten

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten: Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern werden innerhalb von 24 Stunden durch die Redaktion freigeschaltet. Es dürfen keine externen Links, Adressen oder Telefonnummern veröffentlicht werden. Bitte vermeiden Sie aus Datenschutzgründen, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Fragen zu den Inhalten der Sendung, zur Mediathek oder Wiederholungsterminen richten Sie bitte direkt an die Zuschauerredaktion unter info@ard.de. Vielen Dank!

*
*

* Pflichtfeld (bitte geben Sie aus Datenschutzgründen hier nicht Ihre Mailadresse oder Ähnliches ein)

Kommentar abschicken

Ihr Kommentar konnte aus technischen Gründen leider nicht entgegengenommen werden

Kommentar erfolgreich abgegeben. Dieser wird so bald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht. Es gelten die Nutzungsbedingungen von DasErste.de.

Schon tausendmal berührt

Die Darsteller:innen und ihre Rollen