Siir Eloglu als Farah Göker

Eine Berlinerin in Bayern: Farah (Şiir Eloğlu) erlebt einen Kulturschock.
Eine Berlinerin in Bayern: Farah erlebt einen Kulturschock. | Bild: ARD Degeto / Yalla Productions

Jahrzehntelang hat Farah zusammen mit ihrem Mann Mesut ihren Brautmodenladen in Berlin geführt. Doch während Farah vorne den Laden schmiss, saß Mesut meist mit seinen Freunden im Hinterzimmer, trank Tee und gab lautstark Befehle. Damit ist nun Schluss. Farah hat den sturen Esel nach einem Streit verlassen und will sich in Bergham selbst finden. Soll er doch alleine klarkommen. Als sie feststellt, dass Anne in der gleichen Lage steckt, spricht sie ihr Mut zu, sich auch zu emanzipieren. Denn Toni ist offenbar genauso auf seine eigenen Interessen fixiert wie ihr Mann Mesut. Farah bringt Anne dazu, sich selbst als Bürgermeisterkandidatin aufzustellen. Denn Anne ist die viel bessere Kandidatin. Sie sieht nicht, dass sie damit einen tiefen Keil in die Beziehung von Toni und Anne treibt. Als ihr eigener Gatte in Bergham auftaucht, muss Farah einsehen, dass auch sie nicht alles richtiggemacht hat.

Fragen an Siir Eloglu

Sie spielen die Rolle von Osmans Mutter Farah. Was ist sie für eine Frau?

Farah ist eine selbstbewusste Frau, die sich von niemandem, auch nicht von ihrem Mann oder Toni, die Butter vom Brot nehmen lässt. Sie weiß, was sie will und ist stolz auf ihren beruflichen Erfolg, denn ohne Farah wäre der Brautladen, den sie zusammen mit ihrem Mann aufgebaut hat, nur halb so erfolgreich. Sie ist glücklich mit ihrer Arbeit, aber was Mesut sich in den letzten Jahren geleistet hat, bringt sie tatsächlich dazu, nicht nur ihren Mann, sondern auch ihren geliebten Laden zu verlassen. Ein mutiger Schritt, einer mutigen Frau! Dabei hat sie ein großes Herz und liebt ihren Sohn und dessen kleine Familie über alles. Sie hofft, in Bayern, auf dem Lande, in der Nähe ihres Sohnes und der kleinen Enkelin, die sie leider viel zu selten sieht und schrecklich vermisst, einen neuen, glücklicheren Lebensabschnitt beginnen zu können, wenn da nicht Toni wäre …

Warum verlässt sie ihren Mann? Und wie steht Farah zu Toni Freitag?

Sie verlässt ihren Mann, weil sie nach Jahren der Geduld, keine Lust mehr auf sein Pascha-Gehabe hat, obwohl auch er weiß, dass sie diejenige ist, die den Laden schmeißt. Sie will ein Zeichen setzen, damit er endlich sieht, dass für Farah ihre Ehe so nicht weitergehen kann. Vielleicht wünscht sie sich aber doch im hintersten Eckchen ihres Herzens, dass er sich ändert und sie wieder zusammen sein können. Aber das würde sie niemandem gegenüber jemals zugeben … Mit Toni ist sie schon öfter aneinandergeraten, denn er erinnert sie in seinem ganzen Auftreten stark an ihren eigenen Mann. Daher ist sie ihm gegenüber eher skeptisch eingestellt und auch davon überzeugt, dass sie in Bezug auf ihre gemeinsame Enkelin alles besser weiß als Toni, der ja viel mehr Zeit mit der Kleinen verbringen darf, was sie natürlich auch wurmt. Denn Eifersucht ihm gegenüber ist ihrerseits durchaus auch im Spiel.

Was macht die Beziehung zu Anne Freitag aus, was verbindet die beiden Frauen?

Beide Frauen lieben ihre Familie und ihre Arbeit, obwohl sich Farah mehr mit ihrer Arbeit identifiziert als Anne, da sie die heimliche Chefin des Brautladens ist. Auf jeden Fall haben beide die Geschäfte im Griff, denn ohne ihre engagierten Frauen stünden die Kerle ziemlich auf dem Schlauch. Die Frauen mögen sich sehr und kommen sich während Farahs Besuch in Bayern noch näher. Farah unterstützt Anne sehr in ihrem Entschluss gegen Toni zu kandidieren. Eigentlich setzt sie ihr sogar diesen Floh ins Ohr, dass es doch endlich Zeit für eine Bürgermeisterin wäre … Als sich Anne tatsächlich zur Bürgermeisterwahl stellt, ziehen beide, unterstützt von ihrer Schwiegertochter, an einem Strang! Und als Anne zu zweifeln beginnt, ob sie das alles durchziehen soll/kann, steht Farah an der Seite ihrer (neuen) Freundin und bestärkt sie darin weiterzumachen. Gemeinsam schaffen wir das! Vielleicht ist Farah für Anne sogar ein Vorbild, weil sie den Mut gefunden hat, diesen großen Schritt zu machen und ihren Mann (wenn auch nur vorübergehend) zu verlassen.

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