Fragen an Frederic Linkemann

Franzl (Frederic Linkemann) und Evi (Juliane Köhler) haben sich ineinander verliebt.
Franzl und Evi haben sich ineinander verliebt. | Bild: ARD Degeto / Jacqueline Krause-Burberg

Fragen an Frederic Linkemann als Franzl

Franzl ist der beste Kumpel von Toni, ihm loyal ergeben und auch sein WG-Genosse. Was mögen Sie an der Figur, und gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Franzl und Frederic?

Ach, der Franzl is‘n Lebemann, finde ich, und das mag ich an ihm. Er lässt sich treiben, probiert auch einfach mal Neues. Auch wenn er dabei auf die Schnauze fliegen kann. Er ist tollpatschig und ungewollt komisch, beides macht ihn sympathisch. Aber nichtsdestotrotz gibt es da eine Komfortzone, die er ungern verlässt. Ich würde lügen, wenn das bei mir im wirklichen Leben anders wäre! Und natürlich steckt ein bisschen Freddy in Franzl und umgekehrt. Ich finde, genau das ist meine Aufgabe als Schauspieler: Franzl das besondere Etwas zu verleihen. Es muss ein bisschen Freddy mit drin sein, damit ich Franzl ganz nah an mich ranziehen kann.

Sie haben Ihre Schauspielausbildung in München an der Bayerischen Theaterakademie absolviert, spielen aber eher in Fernseh- und Kinofilmen als in Theaterproduktionen. Was reizt Sie an Film und Fernsehen mehr, und gibt es eine Traumrolle, für die Sie alles stehen und liegenlassen würden?

Ich habe das Glück, beides machen zu können und zu dürfen. Ich spiele als Gast am Münchner Volkstheater den „Peachum“ in der „Dreigroschenoper“, eine Rolle, die so wahnsinnig viel Spaß macht, weil sie tatsächlich wenig mit mir gemeinsam hat. Ich genieße das Spiel auf der großen Bühne und selbstverständlich auch die direkten Reaktionen und den Applaus am Ende. Das kann einem kein Film geben. Trotzdem bevorzuge ich das kleine Spiel vor der Kamera. Das Genaue. Die Möglichkeit, eine Figur zu formen und mit dem Regisseur zusammen durch Kleinigkeiten im Spiel zu verändern.

Franzl sucht dringend die Frau fürs Leben und probiert das mit Hilfe einer Partneragentur. Wie stehen Sie persönlich zu dieser eher pragmatischen, aber offensichtlich zeitgemäßen Art der Partnersuche?

Da ich glücklich vergeben bin, stellt sich für mich diese Frage momentan nicht. Aber grundsätzlich finde ich diese Möglichkeit des Kennenlernens keinesfalls verwerflich, sondern eher hilfreich. Für Leute, die keine Zeit oder nicht die Möglichkeit haben, andere Leute kennenzulernen, ist es die perfekte Lösung. Ich kenne ein Pärchen, das sich auf diese Art und Weise kennengelernt hat und das heute glücklich verheiratet ist und ein Kind zusammen hat.

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