Fragen an Leo Reisinger

Toni (Leo Reisinger) „rockt“ seine Hebammenpraxis.
Toni „rockt“ seine Hebammenpraxis. | Bild: ARD Degeto / Raymond Roemke

Fragen an Leo Reisinger als Toni Hasler

Die Reihe wurde letztes Jahr erstmalig ausgestrahlt und kam beim Publikum so gut an, dass in diesem Sommer weitere Filme gedreht werden. Was sind Ihrer Meinung nach die Gründe für den Erfolg?

Unser Team hatte den Anspruch, mit dem Stoff „männliche Hebamme“ ein gesundes Gesamtpaket zu schnüren: Gute Geschichten mit plausiblen Charakteren, charmant und humorvoll erzählt. Diesen Weg verfolgen wir weiterhin mit Mut und Respekt.

Toni bekommt es außerdem mit der Glamourwelt Münchens zu tun, als er die schwangere Frau eines Fußballstars betreut. Wie erleben Sie als gebürtiger Münchner selbst die Stadt? Stimmt das Image von der alles dominierenden Schickeria?

Hier würde ich gern meinen Papa zitieren – als Niederbayer mit einer guten Portion Humor und Scharfsinn bestückt –, der sagte: „Als die Welt erschaffen wurde, hat da liabe Gott aus seinem Rucksack hier a paar Deppen hingestreut, da ein paar Deppen hingestreut – und irgendwo hat er eben auch Brotzeit g’macht und den Rucksack vergessen.“ Was er damit meint: Nix ist perfekt. Ich liebe München und die Region und verbinde viel Positives mit der Stadt. Hier habe ich meine Wurzeln. Ob München bezüglich ihres Schickeria-Images einen Sonderstatus gegenüber anderen Städten hat, wage ich zu bezweifeln.

In der Reihe verbindet Sie eine sehr enge Freundschaft zu Franzl, der auch Ihr WG-Genosse ist. Wie wichtig ist Ihnen Freundschaft persönlich und was macht eine gute aus?

Wie heißt es so schön: Echte Freunde hat man nicht mehr als Finger an der Hand. Ich als Philanthrop gönne mir den Luxus, zwei Hände an Freunden zu haben. Jedoch gibt es von mir zur Spezifikation als solcher kein vorgefertigtes Muster, welches es abzuhaken gilt. Bewährte Tugenden wie Ehrlichkeit, Loyalität, Kritikfähigkeit oder dergleichen sind auch bei mir jederzeit herzlich willkommen.

Als Schauspieler, der ursprünglich aber Schreiner gelernt hat, sind Sie wie Toni im Film selbständig – mit allen Unsicherheiten, auch finanzieller Natur, die eine Freiberuflichkeit bedeutet. Wie kommen Sie damit zurecht, und haben Sie noch ein anderes Standbein, um sich abzusichern?

Ich liebe Freiheit – privat wie beruflich – und habe keine Angst davor. Kann sein, dass dies für manchen risikoreicher erscheinen mag. Doch gesteht man sich ehrlich ein – es gibt doch immer einen Weg, oder? So bleibe ich neugierig und weltoffen. Meine weiteren Standbeine sind derzeit u.a. Musik, Buchentwicklungen und das Schreiben von Drehbüchern.

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