Interview mit Siemen Rühaak

Gisela (Saskia Vester) und ihr Schwager „Franjo“ (Siemen Rühaak) verstehen sich gut.
Gisela und ihr Schwager „Franjo“ verstehen sich gut. | Bild: ARD Degeto / Christiane Pausch

Interview mit Siemen Rühaak

Franjo hat vor 40 Jahren sein Elternhaus verlassen und lebt nun in Kroatien. Wie sieht sein Leben aus?

Ein „normales“ Leben kommt für Franjo nicht in Frage. Er kann einfach nicht jeden Tag der gleichen Beschäftigung nachgehen. Morgens aufstehen, Büro oder Tischlerei, wie sein Bruder, acht Stunden arbeiten, Feierabend – das ist nicht sein Ding! Zwar hat er einen kleinen Bootsverleih, arbeitet aber so wenig wie möglich. Meistens genießt er das Leben, sprich: essen, trinken, feiern, aufs Meer hinaus ... Man könnte ihn als Lebenskünstler bezeichnen, wenn da nicht seine Einsamkeit wäre ...

Ist Franjo eine strahlende oder eine eher traurige Gestalt?

Nach außen hin ist er sicher meistens strahlend. Wie viele Menschen, die den inneren Schmerz nicht zulassen wollen oder können, überspielt er seine Traurigkeit. Dreht oft auf, manchmal zu viel, fast unangenehm. Merkt dann nicht, wie er in alle Fettnäpfchen tritt. Da seine Traurigkeit aber auch immer sein Begleiter bleibt, verfügt er über eine große Empfindsamkeit, die ihn dann doch letzten Endes sympathisch macht.

Franjo lebt den Augenblick. Können Sie das nachvollziehen?

Und wie! In dieser Kunst ein Meister zu werden, ist auch eines meiner Lebensziele ...

Sind Sie selber auch gerne auf dem Wasser unterwegs?

Wasser, Meer, Weite – wunderbar! Ich bin ein südländischer Ostfriesenjunge, sozusagen am Meer aufgewachsen. Und mein Haus in Italien ist auch nicht weit vom Meer entfernt. Leider hab’ ich es versäumt, richtig segeln zu lernen. Vielleicht ist das auch noch ein Lebensziel!

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