Fragen an Matthias Brenner

Henning (Matthias Brenner) hat seine Geheimnisse.
Henning hat seine Geheimnisse. | Bild: ARD Degeto / Sandra Hoever

Fragen an Matthias Brenner

Sie sind deutlich weniger „overprotective“ bzgl. Ihres Filmsohnes Martin als Ihre Gattin Beate. Zwar versucht sie zu Recht, ihm in seinem chaotischen Leben ein wenig zu helfen, jedoch überschreitet sie dabei auch manches Mal Grenzen. Was raten Sie Menschen, die andere vor jedem eventuellen Problem schützen wollen?

„Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss “, wusste schon Goethe. Jeder Mensch – und eben gerade auch mein Kind – hat das Recht auf einen eigenen Lebenslauf.

Gegen Ihren Willen lassen Sie sich in dem Film Ihren Arm eingipsen, um Martin einen Notfall vorzugaukeln und ihn in die elterliche Praxis zurückzuholen. Wie leicht geben Sie dipolomatisch klein bei, allein um des lieben Friedens willen?

In meinem Leben bin ich wahrlich nicht streitsüchtig, eher harmoniebedürftig, aber alles andere als konfliktscheu. Doch ich verstehe das Handeln meiner Figur, da er an die Führungsrolle Beates gewöhnt ist und auch keine Alternative anbietet, seinem Sohn anderweitig zu helfen.

Wenn es ums fachliche Wissen geht, trauen Sie Martin in Ihrer Rolle wenig zu und sind oft ungeduldig, sobald er sich für seine Diagnose etwas Zeit nimmt. Ist Ungeduld ein Wesenszug, der Ihnen vertraut ist?

Ja, ist mir vertraut. Ich habe Geduld mit den Jahren erlernt und ich weiß, dass ich damit mehr erreiche.

Sie sagen, Theater ist für Sie Sehnsuchtsort. Sie stehen regelmäßig vor der Kamera wie z.B. für die Erfolgsproduktion „Charité“, spielen aber auch viel auf der Bühne und sind sogar Intendant des Neuen Theaters in Halle. Wofür schlägt ihr Herz mehr bzw. was macht für Sie den Reiz der Mischung aus?

Mein Ur-Beruf und meine „Herkunft“ ist und bleibt die Schauspielerei! Dann kommt der Theater-Regisseur, dann der Theater-Chef. Im Film und auf der Bühne kann ich spielen … Alles andere kommt in meiner Seele – bei aller Leidenschaft – dazu und bleibt temporär. Meine Schauspielerei bleibt mir unbegrenzt, solange es die Gesundheit zulässt. Ich tue alles gern. Theater, Film und TV, wenn die Mischung stimmt. Und die Mischung macht’s letztendlich!

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