Fragen an Aglaia Szyszkowitz

Sophie (Aglaia Szyszkowitz) kandidiert für das Amt der Bürgermeisterin.
Sophie kandidiert für das Amt der Bürgermeisterin. | Bild: ARD Degeto / Susanne Bernhard

Fragen an Aglaia Szyszkowitz

Im Film „Feuer unterm Dach“ bahnt sich ein Hochzeitschaos an – wie verlief Ihre eigene Hochzeit? War alles so romantisch wie geplant, oder gab’s auch einen chaotischen Moment?

Unsere Hochzeit im Jahre 1996 wurde erstmal durch die Dreharbeiten zu meiner ersten Kinohauptrolle „2 Männer, 2 Frauen – 4 Probleme“ von September in den November verschoben. Als wir dann am 21. November in Gleisdorf in der Oststeiermark heiraten wollten, hatte mein lieber Mann mit unserem Trauzeugen in der Nacht davor so lange gefeiert, dass er größere Schwierigkeiten hatte, allen Punkten der Zeremonie genau zu folgen – was aber niemandem besonders auffiel, weil fast alle unsere Gäste vom Polterabend am Abend davor mehr oder weniger stark gezeichnet waren. Gut, außer den Omas und alten Onkeln und Tanten natürlich (lächelt). Unser Hochzeitsfest selbst im wildromantischen Schloss Freiberg verlief dann sehr harmonisch, es gab Maroni und Glühwein im Schlosshof, die Big Band Bad Gleichenberg spielte den Hochzeitswalzer, bei dem mein Mann die Schritte improvisierte, und alle vier unserer lieben Elternteile redeten sehr lang. Mein Vater hatte zudem so viele Dias aus meiner Kindheit und Jugend dabei, dass zwei meiner 14-jährigen Neffen nach seiner Rede bereits betrunken aus der Toilette befreit werden mussten ... Die größte Herausforderung stellte übrigens die Einigung auf den Namen der Kinder dar: Szyszkowitz und Müller standen da in Konkurrenz.

Sophie und Barthl kämpfen darum, dass die Versicherung für den Brandschaden im Stall zahlt. Hatten Sie selbst auch schon mal einen Schaden melden müssen? Welche Versicherungen halten Sie für notwendig?

Oh! Versicherungen sind neben Steuererklärungen mein absolutes Lieblingsthema! Ich habe in kluger Voraussicht einen Mann geheiratet, der diese Dinge verwaltet. Was ich aber für wichtig halte, ist eine Zusatzversicherung für alternative Medizin. Ich bin sehr viel mehr bei Heilpraktiker*innen und Alternativmediziner*innen als bei Schulmediziner*innen. Und unsere Söhne auch.

Zur Entspannung rät Sophies Freundin Rosalie, einfach nach Herzenslust zu jodeln. Sophie versucht’s – wie schwer ist denn Jodeln?

Bettina Mittendorfer, die Darstellerin der Rosalie, hatte diese schöne Idee – sie kann es, ich nicht. Und sie sagt, dass es nicht einfach ist. Eine Schande eigentlich, dass eine Österreicherin sich das von einer Bayerin zeigen lassen muss. (lächelt)

Auf dem Fuchsbichlerhof bekommt Sophie es diesmal hautnah mit Waschbären zu tun. Wie waren die Dreharbeiten mit den putzigen, aber wohl auch lästigen Mitbewohnern?

Eine Herausforderung! Friedrich von Thun war da um einiges entspannter als ich. Bei unserem Fotoshooting sind sie uns ja auch über Kopf und Schultern gestiegen. Sie haben Krallen und scharfe Zähne und sind definitiv keine Haustiere, aber unsere großartige Tiertrainerin Barbara Obersojer hat auch das Waschbären-Thema gut mit uns gerockt – mal schauen, was als nächstes kommt.

Sophies Gegner bei der Bürgermeisterwahl graben eine von Sophies Jugendsünden aus – Gras rauchen. An welche Jugendsünde erinnern Sie sich, oder waren Sie eher brav?

Ich war ganz furchtbar brav! Ewig schad’ – wie die Österreicher gern sagen. Hab nur einmal - mit drei Musikern aus Wien, die ich nach Amsterdam begleitet habe – wirklich zu kiffen versucht. Über den Trick, dass man mich erschreckt und ich darüber inhaliere, hat’s dann ansatzweise geklappt ... Ich habe die Bootsfahrt durch die Grachten in sehr guter Erinnerung. (lächelt) Wenn meine Kollegen in der Schauspielschule auf Partys gekifft haben, bin ich aber immer nach Hause gegangen. Ich hatte Angst vor dem Kontrollverlust.

Sophie kandidiert für das Ehrenamt der Bürgermeisterin. Sie selbst haben auch ein Ehrenamt, sind Schirmherrin der Deutschen Zöliakiegesellschaft. Wie wichtig finden Sie Ehrenämter? Und hat die Politik Sie je gereizt, für welche Themen könnten Sie sich am ehesten engagieren?

Wir leben in einer Zeit, in der politisches Engagement immer wichtiger wird. Ich bin ein Mensch, der sich leidenschaftlich für etwas einsetzen kann, und ich würde – wenn überhaupt – dann sicher zu den Grünen gehen. Soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz, Bildung. Aktuell muss man natürlich viel mehr Augenmerk auf die Gesundheitspolitik legen, bei der in den letzten Jahren Fehler gemacht wurden, und deren Auswirkungen wir jetzt überall spüren. All diese Themen interessieren mich. Doch wenn man sich anschaut, was unsere Politiker und Politikerinnen gerade entscheiden und leisten müssen – dann bin ich sehr dankbar, nicht an ihrer Stelle zu sein. Politik erfordert einen starken Charakter, sie erfordert aber auch Demut, sich ohne Machtgier wirklich komplett in den Dienst einer Sache zu stellen. Das gelingt nicht allen. Und sie erfordert in diesen Tagen Mut und Verantwortungsbewusstsein. Ich habe großen Respekt vor der Leistung unserer Politiker*innen. Außerdem besitze ich die österreichische und nicht die deutsche Staatsbürgerschaft – das schränkt meine Handlungsfreiheit hier natürlich etwas ein.

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