Fragen an Aglaia Szyszkowitz

Bürgermeisterin Sophie (Aglaia Szyszkowitz) bekommt tatkräftige Unterstützung von Felix (Hans-Jochen Wagner).
Bürgermeisterin Sophie bekommt tatkräftige Unterstützung von Felix. | Bild: ARD Degeto / Andreas Reiter

Fulltime-Job als Pensionswirtin, außerdem Bürgermeisterin mit einem großen Müll-Problem am Ort. Übernimmt sich Sophie nicht ein bisschen mit all ihren „Baustellen“?

Sophie übernimmt sich eigentlich permanent – sie ist ein sehr impulsiver Mensch, stürzt sich gerne Hals über Kopf in die Dinge und denkt, dass sich alles lösen lässt, wenn man es nur leidenschaftlich genug verfolgt. Und meistens gelingt ihr das ja auch! Zumindest vorübergehend (lacht )

Wie viel Müll allein ein kleiner Ort produzieren kann, sieht man sehr anschaulich in „Schwiegermutter im Anflug“. Abfallvermeidung ist ja überhaupt ein sehr aktuelles Thema – versuchen Sie das irgendwie privat umzusetzen?

Natürlich, denn dieses Thema begleitet uns ja auf Schritt und Tritt – endlich (!) wird es Thema, wie viel wir wie einkaufen und wie viel Müll wir produzieren. Ich habe in diesem meinen „Reiseberuf“ eigentlich immer meine Wasserflasche und meinen Becher dabei, versuche, so einzukaufen, dass ich Plastik vermeide, und kaufe Produkte aus der Region, Gemüse der Saison etc. Dass die Themen Klima und Umweltschutz endlich in den Mittelpunkt unserer Gesellschaft rücken, erleichtert mich! Unsere Söhne gehen da mit gutem Beispiel voran: Sie fliegen gar nicht mehr, essen vegetarisch, kaufen Second Hand Klamotten … sehr konsequent.

Sophies Schulfreund Felix ist begeistert vom Paragliding. Würde Sie so etwas auch reizen oder generell abenteuerliche Sportarten?

Ich finde jede Art von Fliegen faszinierend – aber ich traus mich nicht mehr: zu viel Angst vor Kreuzbandrissen und ähnlichem Kram... Aber ich bin ein Mensch, der die Bewegung liebt! Wandern, klettern, walken, schwimmen, Yoga, tanzen – am liebsten tanze ich. Ich ziehe ja grad nach Wien, und da hab ich die feste Absicht, endlich wieder auf Bällen die Nächte durchzutanzen!

Im Film „Schwein gehabt“ proben Sophie und die Bewohner fleißig für Shakespeare’s „Romeo und Julia“. Für alle „Laiendarsteller“ eine große Herausforderung. Fühlten Sie sich bei diesen Szenen manchmal an Ihre eigenen frühen Theateranfänge als Schauspielerin erinnert?

Hihi – ja: Ich hab in Graz im Jahr nach der Matura Theater gespielt, und das Ergebnis war wahrscheinlich ähnlich. Sagen wir mal „eigen“. Wir waren alle voller Enthusiasmus und zutiefst davon überzeugt, gut zu spielen … Aber in weiterer Folge ist ja genau das auch so sinnvoll und toll an jeder Form von Theaterspielen: Dass man etwas über sich lernt, wenn man jemand anderen spielt, und auch, wenn man anderen beim Spielen zuschaut – egal, ob Laie oder Profi.

Ein älteres Ehepaar – Sophies neue Gäste – leidet unter Einsamkeit und zieht eine traurige Lebensbilanz. Und Sophie möchte ihnen unbedingt eine positivere Sichtweise vermitteln. Worauf blicken Sie gern zurück, was sind Ihre persönlichen Glücksmomente?

Auf vieles und viele, auch wenn ich mich selbst gerade in einer Phase der Veränderung und des Umbruchs befinde: Unsere Söhne sind erwachsen, und ich gehe mit einem Bein nach Wien – in meine Heimat – zurück. Dieser Prozess lässt mich sehr dankbar darauf schauen, wie gut es meinem Mann und mir gelungen ist, unsere Jungs durch ihre Kindheit und Jugend zu begleiten, und was für wunderbare junge Männer sie sind. Auf all diese Jahre schaue ich sehr, sehr dankbar zurück. Und bin so gespannt auf die Zukunft!

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