Jule Ronstedt spielt Anne Freitag

Anne (Jule Ronstedt) ist anderer Meinung als ihr Mann Toni (Adnan Maral).
Jule Ronstedt in ihrer Rolle als Anne. | Bild: ARD Degeto / Hendrik Heiden

Anne führt mit ihrem Mann Toni den Heizungsinstallationsbetrieb in Bergham. Ihr Vater war damals gegen ihre Hochzeit mit Toni. Aber Anne ließ sich noch nie etwas vorschreiben. Sie ist ihrem Herzen gefolgt und hat diese Entscheidung nie bereut. Allerdings bedauert sie, dass Toni seine familiären Wurzeln gänzlich ablehnt. Zu gerne würde sie mal mit ihm in die Türkei fahren. Gegen die Liebe ihrer Tochter zu dem sympathischen Osman hat Anne nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Sie findet ihren zukünftigen Schwiegersohn fabelhaft.

Fragen an Jule Ronstedt

In "Servus, Schwiegersohn!" spielen Sie Tonis Frau Anne. Sie liebt ihren Mann und kann sein ablehnendes, stures Verhalten gegenüber Franzis Freund nicht nachvollziehen. Wie erlebt sie diesen Konflikt?

Anne ist da ein Stück schlauer als ihr Mann. Sie guckt mit Abstand auf die ganze Situation und sieht, wie Toni etwas ablehnt, das ganz viel mit ihm und seiner Herkunft zu tun hat, die er ja ein Stück weit verdrängt hat all die Jahre. Und weil sie ihn gut kennt und liebt, weiß sie, wie sie mit ihm umzugehen hat. Dass sie ihm behutsam den Spiegel vorhalten muss. Und vielleicht dadurch ihrem Mann so noch näherkommen kann.

Was macht die Beziehung von Toni und Anne aus und welche Rolle nimmt sie an der Seite ihres Mannes ein?

Anne ist stark und gut organisiert. Sie ist die Reflektiertere von beiden. Sie ist ihm eine Stütze, eine Vertraute, aber auch ein bisschen Mama. Das nimmt sie mit Humor. Ich glaube, die beiden haben eine ähnliche Gemütstemperatur. Das verbindet sie. Die gleiche Idee vom Leben als Familie. Sie ergänzen sich perfekt.

Wie war die Zusammenarbeit mit Adnan Maral, der ja sowohl als Hauptdarsteller als auch als Produzent fungierte?

Das war natürlich manchmal seltsam, wenn der Produzent noch am Telefon hing und alle auf den Hauptdarsteller warten mussten. Normalerweise kommt genau dann ja der Produzent ans Set und haut auf den Tisch, haha … Adnan hat das total entspannt und toll gemacht. Da hat er den größten Respekt verdient. So ein Projekt auf die Beine zu stellen und sich dann noch auf diese große Rolle zu konzentrieren und dabei immer gut drauf zu sein, nie ungeduldig und wahnsinnig umsichtig und wertschätzend mit allen am Set, das ist echt eine Leistung.

Sie haben bereits selbst bei der Cross-Culture-Komödie "Maria Mafiosi" Regie geführt. Haben Sie sich dadurch der Rolle in "Servus, Schwiegersohn!" anders genähert?

Anne hat den Türken Toni gegen den Willen ihres Vaters geheiratet. Sie ist eine Rebellin! Das war mein Fokus. Da hinken wir in deutschen Filmen mit den Rollenklischees leider immer noch häufig hinterher. Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umsehe, sind da nur tolle, berufstätige, autonome Frauen, die sehr genau wissen, was sie können und wollen. Die finanziell unabhängig sind und oft die schlaueren Moves machen, um die Familie über Wasser zu halten.

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