Lena Meckel spielt Franziska Freitag

Frischverliebt: Franzi (Lena Meckel) und Osman (Aram Arami).
Lena Meckel in ihrer Rolle als Franzi. | Bild: ARD Degeto / Hendrik Heiden

Franzi ist die einzige Tochter von Anne und Toni – ihr ganzer Stolz. Sie arbeitet als Erzieherin im Waldkindergarten von Bergham, den sie mit aufgebaut hat. Ein Herzensprojekt. Als sie im Türkeiurlaub Osman kennenlernt, ist es Liebe auf den ersten Blick. Auch wenn sie merkt, dass ihr Vater Osman zunächst ablehnt, ist sie sich sicher, dass er ihre Liebe irgendwann akzeptieren wird. Doch Franzi hat auch eigene Zweifel. Wird sich Osmans Großstadtleben in Berlin mit ihrem in Bayern vereinbaren lassen? Soll sie ihre geliebte Stelle im Kindergarten aufgeben? Franzi hofft darauf, dass die Zeit für alles eine Lösung bringen wird.

Fragen an Lena Meckel

Sie spielen im Film Franzi, die sich gegen ihren Vater auflehnt und für ihre Liebe zu Osman kämpft. Was ist Franzi für ein Typ?

Franzi ist eine sehr starke, zielstrebige junge Frau, mit eigenem Kopf. Ganz wie ihr Vater. Hier sind die beiden sich sehr ähnlich. Franzi hat ganz allein mit ihrer Freundin einen Kindergarten eröffnet, der voller Liebe und Kreativität steckt. Wenn Franzi sich etwas in den Kopf setzt, dann zieht sie es auch durch. So wie ihre Liebe zu Osman. Franzi ist aber auch sehr sensibel. Von klein an hat sie eine starke Bindung zu ihren Eltern, so dass sie der Streit mit ihrem Vater umso mehr trifft und verletzt. Plötzlich nicht mehr die kleine Tochter von Toni zu sein, sondern eine eigenständige Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln, die ihre eigenen Entscheidungen trifft und ihren Weg mit Osman zusammen gehen will, ist auch für sie eine neue Erfahrung.

Was geht in Franzi vor, als sie merkt, wie sehr ihr Vater diese Verbindung und auch seine eigenen Wurzeln ablehnt?

Das Verhalten von Toni löst in ihr große Enttäuschung und Wut aus. Ihr selbst war es sehr wichtig, sich mit ihren Wurzeln väterlicherseits auseinanderzusetzen. Daher kann sie Tonis Verhalten kaum nachvollziehen. Besonders seine negative Reaktion auf ihre neue Liebe verletzt Franzi, gerade weil sie bis zu diesem Zeitpunkt immer die volle Unterstützung ihres Vaters genießen konnte.

Können Sie den inneren Konflikt von Toni nachvollziehen?

Egal, welchen kulturellen Hintergrund Toni hat, er ist Franzis Vater. Und jeder Vater möchte nur das Beste für seine Tochter. Daher resultiert Tonis Verhalten bestimmt auch aus dem Bedürfnis heraus, seine Tochter zu beschützen. Unabhängig davon, welcher Mann da nun in ihr Leben getreten ist. Das es nun ausgerechnet ein Mann mit den gleichen türkischen Wurzeln ist, macht die Situation nicht unbedingt einfacher für ihn.

Was bedeutet der Begriff Cross-Culture für Sie?

Cross-Culture bedeutet für mich, sich aktiv mit einer anderen Kultur zu beschäftigen, weg von sämtlichen Vorurteilen oder bereits bestehenden Meinungen. Sich offen mit anderen Bräuchen, Verhaltensweisen und Einstellungen auseinanderzusetzen und diese mit seiner eigenen Kultur zu vereinbaren.

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