Fragen an Christoph Schechinger

Paul (Christoph Schechinger) besucht mit Jasmina (Anna Hausburg) eine Theaterprobe ihres Vaters Fritz Thomas (Uwe Ochsenknecht).
Paul besucht mit Jasmina eine Theaterprobe ihres Vaters Fritz Thomas. | Bild: ARD Degeto / Hardy Spitz

In "Im Schatten des Vaters" spielen Sie an der Seite von Uwe Ochsenknecht, der den arroganten Bühnenstar gibt. Wie wars?

Es war ganz großartig mit Uwe zu arbeiten. Er ist ein Vollprofi und jemand dem ich sehr gerne bei der Arbeit zusehe, er ist hochkonzentriert und nimmt seine Kollegen mit. Er schafft es, die Figur so fein herauszuarbeiten, das hat mich beeindruckt. Für mich ist es immer ein Geschenk mit Kollegen zu arbeiten von denen man lernen kann. Es war auch einfach schön mit Uwe in Drehpausen zusammen zu sitzen und zu plaudern. Ich mag ihn sehr und schätze seinen Witz.

Am meisten wird mir sicherlich die erste Begegnung mit Uwe in seiner vollen Mephisto Maske auf der Freilichtbühne in Waren in Erinnerung bleiben. Das war beeindruckend. Einmal die Arbeit unserer beiden fantastischen Maskenbildnerinnen Tanja Drewitz und Britta Balcke zu sehen und natürlich auch wie Uwe sie zum Leben erweckt hat. Das war groß.

In "Das Adoptivkind" wird Paul mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert und lernt zum ersten Mal seine leibliche Mutter kennen. Was bedeutet Ihnen Familie?

Familie ist das Wichtigste. Menschen, auf die man sich verlassen kann, die einen unterstützen, die einem Dinge beibringen, die einem die Welt zeigen und die man gerne um sich hat, in den guten und den bitteren Zeiten. Dazu gehören für mich auch enge Freunde, auch die zähle ich zu meiner Familie. Im besten Falle ist Familie ein starker Bund aus individuellen Menschen, die einander durchs Leben begleiten. Ich glaube, dass alles Glück der Erde erst dann etwas wert wird, wenn man es teilen kann und, dass somit das Wertvollste die Familie ist.

Wie hat sich Paul im Laufe der Filme aus Ihrer Sicht verändert?

Im Grunde bleibt Paul immer Paul. Jemand der anderen Menschen helfen möchte, sich selbst aber oft nicht helfen konnte. Er erlebt Schmerz und Verlust genauso wie Hoffnung und Zuversicht bei seinen Patienten und auch in seinem eigenen Leben. Alles spiegelt sich. Durch die Reise, die Paul durchläuft und durch die Menschen, denen er begegnet, wird er facettenreicher und tiefer. Er öffnet sich mehr, gegenüber Eric zum Beispiel. Die eigene Familie wird wichtiger. Er bekommt einen Witz. Und auch wenn die Melancholie nie verschwindet, bleibt in Paul immer die Hoffnung. Die Figur entwickelt sich ähnlich wie die Filme weiter, sie wird erwachsener und komplexer. Brigitte Müller ist eine großartige Autorin, die mit jeder neuen Figur und Geschichte auch neue Farben in Paul entstehen lässt.

Was wünschen Sie Paul für die Zukunft?

Ich wünsche ihm, dass er durch alle Aufgaben, die ihm das Leben noch stellt, nicht verunsichert, sondern bestärkt wird seinen Weg weiter zu gehen. Dass er selbst auch Frieden finden und mit Dingen, die nicht so erfreulich in seinem Leben waren, abschließen kann. Ich wünsche ihm, dass Jule und Käthe weiter die Säulen in seinem Leben sind, dass vielleicht noch mehr dazu kommen und dass er noch vielen Menschen eine Freude machen kann.

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