Leslie Malton als Käthe Wader

Leslie Malton in ihrer Rolle als Käthe Wader
Leslie Malton in ihrer Rolle als Käthe Wader. | Bild: ARD Degeto / Johannes Krieg

Frau Malton, was für eine Frau ist Käthe Wader? Was hat Sie an dieser Rolle gereizt?

Käthe ist eine Frau, die nicht besonders entscheidungsfreudig ist. Eine Entscheidung zu treffen, ist für sie gepaart mit der Angst, Fehler zu machen, die sie am liebsten vermeiden möchte. Käthe ist eine Romantikerin, die sich immer dorthin sehnt, wo sie gerade nicht ist. Das Leben und die Liebe sind für sie nie das gewesen, was sie sich erträumt hat. Im Grunde genommen hat sie keinen festen Boden unter den Füßen, sucht ihn aber. Das ist der Weg, den wir für Käthe gelegt haben, und der ist für eine Schauspielerin eine Herausforderung. Das reizt mich an der Rolle Käthe. Dazu haben wir in Tomy Wigand einen Regisseur, der uns Schauspieler auf unseren Wegen ein starker und fordernder Begleiter ist. Und ein großartiges Ensemble, denn hier spielen Frauen unterschiedlicher Generationen die Hauptrolle. Das ist wunderbar!

Was gefällt Ihnen besonders an der Geschichte um den Familienclan der Waders?

Das Leben der Waders wird durch den plötzlichen Tod von Käthes Mann völlig auf den Kopf gestellt. Das passiert auch im echten Leben in vielen Familien. Die Schwierigkeiten, die Probleme, die Hoffnungen und neuen Entdeckungen innerhalb der Familie und auch in sich selbst, die durch das plötzliche Ableben eines geliebten Menschen entstehen, könnten vielen Zuschauern nahe sein. Vielleicht können wir mit unserer Geschichte eine differenzierte Art der Beziehung mit dem Zuschauer entwickeln, anders als in einem Krimi, eben mehr auf einer emotionalen Ebene. Die Familie wächst an den Herausforderungen, scheitert auch und aus diesem Hoch und Runter erwächst etwas Neues – das gibt Hoffnung.

Macht es für Sie einen Unterschied, eine Rolle in einem Einzelfilm zu spielen oder eine Figur in einer Reihe?

In einer Reihe haben wir die Möglichkeit, Figuren über einen längeren Zeitraum zu entwickeln und zu spielen, ähnlich wie im Theater. Wir lernen sie sehr gut kennen. Von großem Vorteil dabei ist, im gleichen Team bleiben zu können. Regie und Schauspieler, im besten Fall auch die Autoren, können so gemeinsam an der Reihe arbeiten. Eine Reihe und ein 90-Minuten Film sind verschiedene Genres, die nicht zu vergleichen sind. Sie unterliegen verschiedenen Gesetzen im Schreiben sowie in der Erzählung. Beides sind gute Formate, Geschichten zu erzählen.

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