Julian Looman (Sunny)

Die große Chance: Nina (Cristina do Rego) soll Schlagerstar Sunny (Julian Looman) bei einem Hochzeitsständchen begleiten.
Julian Looman in seiner Rolle als Sunny | Bild: ARD Degeto / Marie Wiesler

Ihre Rolle Sunny ist – mit Verlaub – ein ziemlich unsympathischer Typ. Was war für Sie an der Rolle die Herausforderung?

Mir war immer wichtig, Sunny als Charakter ernst zu nehmen. Er ist ja sehr nah an der Persiflage geschrieben, doch so simpel ist es nicht. Sunny ist durch große Ängste gesteuert, das wollte ich sichtbar machen. Genau darin besteht auch meine Aufgabe als Schauspieler

Sunny ist ein Star – schnelle Autos und schöne Frauen inklusive. Wäre ein Leben als Rockstar etwas für Sie?

Zunächst ist Sunny kein Rockstar, sondern ein Schlagerstar. Bei "Rockstars" habe ich andere Assoziationen. Da steht die Musik im Vordergrund. Rock ist ein Lebensstil, ein Lebensmotto. Dem kann ich durchaus etwas abgewinnen. Schlager verbinde ich mit Business, Profit und einer rosa Scheinwelt. Da werde ich noch eher hellhörig, wenn in China ein Sack Reis umfällt. Und schnelle Autos haben mich noch nie interessiert. Mein erstes Auto war ein Citroën 2CV, eine Ente. Gemütlich muss es sein.

Sie haben als einziger im Cast eine Musical-Ausbildung – konnten Sie Ihren Schauspielkolleginnen und -kollegen bei den Gesangsparts wertvolle Tipps geben?

Ehrlich gesagt, war ich heilfroh, dass ich das selbst relativ unfallfrei überstanden habe. Ich war nie ein begnadeter Sänger, liebe aber Musik. Und Musik als Stilmittel im Theater. Deswegen habe ich "musikalisches Unterhaltungstheater" studiert. Wir hatten einen tollen Coach am Set, der bei allen Beteiligten hie und da eine Schraube fester angedreht hat.

In einer Szene sind Sie mit Cristina do Rego im Tonstudio – und sie singt wirklich schief. Fiel es Ihnen schwer, dabei ernst zu bleiben?

Nein. Ich war selber fassungslos. Die Wahrheit ist ja, dass es gar nicht so leicht ist, so schief zu singen. Das hat Cristina bravourös gemeistert.

Sie leben in Wien und in Amsterdam, sprechen sowohl Deutsch als auch Niederländisch als Muttersprachen. In welcher Sprache spielen Sie am liebsten?

Momentan drehe ich "The Mallorca Files", eine Serie für die BBC, auf Englisch. Die Crew ist Englisch, meine Partnerin ist Englisch und die Scripts sind Englisch. Und ich muss sagen, dass mir das sehr, sehr gut gefällt. Andere Sprachen verändern etwas in dir, tun etwas mit dir. Du formulierst anders, gestikulierst anders, bewegst dich anders, spürst dich anders, denkst anders. Man ist immer wieder ein komplett anderer Mensch. Vielleicht ist genau das der Reiz.

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