Großes Interesse am ARD-Themenabend über Sterbehilfe im Ersten

Hohe Beteiligung auch bei der Abstimmung nach dem Film "GOTT von Ferdinand von Schirach"

"GOTT von Ferdinand von Schirach"
Wem gehört unser Leben? Und wer entscheidet über unseren Tod? In dem großen TV-Event "GOTT von Ferdinand von Schirach" wird in einem fiktionalen Ethikrat über diese Fragen diskutiert: Christiane Paul (Rechtliche Sachverständige Litten ), Ina Weisse (Mitarbeiterin des Ethikrates Keller), Anna Maria Mühe (Augenärztin Brandt), Matthias Habich (Richard Gärtner), Ulrich Matthes (Bischof Thiel), Barbara Auer (Vorsitzende), Lars Eidinger (Rechtsanwalt) und Götz Schubert (Medizinischer Sachverständiger Sperling) (v.l.n.r.) | Bild: ARD Degeto/Moovie GmbH / Julia Terjung

Rund 546.000 Zuschauerinnen und Zuschauer gaben gestern nach dem Film ihre Stimme online und per Telefon ab. In dieser hohen Beteiligung am Voting spiegelt sich das starke Diskussionsbedürfnis der Menschen über dieses schwierige Thema, das die anschließende Gesprächssendung "hart aber fair" weiter aufgegriffen und vertieft hat. So kam die von Frank Plasberg moderierte Runde auf insgesamt 3,34 Mio. Zuschauer, das entspricht einem Marktanteil von 12,7 Prozent. Zuvor hatten 3,88 Mio. die Verfilmung von Ferdinand von Schirachs Theaterstück "GOTT" verfolgt, das entspricht einem Marktanteil von 11,3 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei 10,4 Prozent, das sind 1,05 Millionen ZuschauerInnen in dieser jüngeren Altersgruppe.

Das Ergebnis des Votings fiel eindeutig aus: 70,8 Prozent der ZuschauerInnen stimmten dafür, 29,2 Prozent dagegen, dass Richard Gärtner sein Leben mit Hilfe eines Medikaments beenden kann.

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen

»Dass so viele Menschen gestern den Film und die anschließende Diskussion bei 'hart aber fair' verfolgt und sich so zahlreich an der Abstimmung beteiligt haben, zeigt, wie wichtig relevantes, ernsthaftes Fernsehen gerade in heutigen Zeiten ist. Es gibt ein großes Orientierungs- und Gesprächsbedürfnis in der Bevölkerung zu den Themen, die die Menschen bewegen. Selbstbestimmtes Sterben und Sterbehilfe ist so ein Themenkomplex, den wir gestern mit dem interaktiven Abend aufgegriffen haben. Ich danke allen Beteiligten vor und hinter der Kamera, besonders aber dem Autor Ferdinand von Schirach, dass dieser Fernseh-Event im Ersten so gut gelungen ist.«

Christine Strobl, ARD Degeto Geschäftsführerin

»'GOTT von Ferdinand von Schirach' hat einmal mehr gezeigt, was öffentlich-rechtliches Fernsehen bewegen kann: Der Film hat es geschafft, ein gesellschaftlich relevantes und emotionales Thema wie Sterbehilfe über die Generationen hinweg besprechbar zu machen und die Diskussion darüber in die Wohnzimmer der ZuschauerInnen zu bringen. Dass auch nach Ende des Films das Diskussionsbedürfnis groß war, zeigt die beeindruckende Beteiligung der ZuschauerInnen an der Abstimmung und der anschließenden Diskussion bei 'hart aber fair'. Unser Dank gilt allen, die diesen besonderen Fernsehabend mit großem Einsatz möglich gemacht haben.«

"GOTT von Ferdinand von Schirach" ist eine Produktion der MOOVIE in Koproduktion mit der ARD Degeto und dem rbb für die ARD in Zusammenarbeit mit dem ORF und Constantin Film – gefördert durch das Medienboard Berlin-Brandenburg und den FilmFernsehFonds Bayern. Den Weltvertrieb übernimmt Beta Film. Regie führte Lars Kraume, für die Kamera war Frank Griebe verantwortlich. Das Drehbuch schrieb Ferdinand von Schirach. Executive Producer ist Oliver Berben, Produzentin Heike Voßler. Die Redaktion der ARD Degeto liegt bei Christine Strobl, für den rbb zeichnet Cooky Ziesche verantwortlich.
Der Film ist noch bis einschließlich 23. Dezember 2020 in der ARD-Mediathek zu sehen.

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