Der Vater Jean van Beethoven wird gespielt von Ronald Kukulies

Jean van Beethoven (Ronald Kukulies) muss einen Schicksalsschlag verarbeiten.
Jean van Beethoven muss einen Schicksalsschlag verarbeiten. | Bild: ARD Degeto/WDR/ORF/EIKON Media / Dusan Martincek

Die Beethovens sind in Bonn eine alt eingesessene Musikerfamilie. Beethovens Vater ist jedoch nicht der despotische Vater gewesen, als der er oft dargestellt wird, sondern hat früh das große Talent seines Sohnes erkannt und sich um adäquate Lehrer für ihn gekümmert. Jean selbst hatte nicht im Entferntesten die Karriere seines Vaters fortsetzen können, der ebenfalls ursprünglich Sänger war, bevor man ihn zum Kapellmeister beförderte. Der Sohn sollte es also besser machen als er und mindestens Kapellmeister werden wie der Großvater. Dass Jean das besondere Talent seines Sohnes erkannte, ist nicht selbstverständlich. Ebenfalls, dass er ihn später in die Hand erfahrenerer Lehrer gab. Lehrer, wie Pfeiffer oder später Neefe, mussten bezahlt werden. Und es ist bekannt, dass Jean van Beethoven selber zahlreiche Schüler annehmen musste, um die Familie durchzubringen. Sein endgültiger Zusammenbruch setzt nach dem frühen Tod seiner Frau im Jahr 1787 ein. Tatsächlich kommt er dann völlig "unter die Räder" und Ludwig tritt in seine Funktion als Familienoberhaupt ein. Interessant ist, dass Beethoven in Briefen, auch in den Erinnerungen seiner Zeitgenossen, nie schlecht vom Vater gesprochen hat, im Gegenteil.

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