Autorin Hülya Özkan

Kommissar Özakin (Erol Sander) vertraut seiner Zufallsbekanntschaft Mina Lorentz (Nadeshda Brennicke).
Szene aus dem Film: Kommissar Özakin vertraut seiner Zufallsbekanntschaft Mina Lorentz. | Bild: ARD Degeto / Hans-Joachim Pfeiffer

»Alles begann mit Istanbul, dieser schillernden Metropole, die vor zehn Jahren mit ihrem weltoffenen und modernen Flair auch mich verzauberte. So reifte die Idee, Kriminalromane zu schreiben, die dem deutschen Leser, und später dem Fernsehzuschauer, diese Stadt und ihre Einwohner näherbringen sollte, zumal es bis dahin nichts Vergleichbares in der deutschen Fernsehlandschaft gab. Hinzu kam, dass das Bild über die Türken hierzulande schon sehr einseitig und von Unkenntnis geprägt war. Die Mordkommission Istanbul bot die Chance, Spannung und Unterhaltung miteinander zu verknüpfen, Vorurteile abzubauen und gesellschaftliche Hintergründe zu durchleuchten.

Ich denke, dass uns das sehr gut gelungen ist und dass die deutschen Fernsehzuschauer allmählich begannen, die Türkei mit anderen Augen zu sehen. Auch Filme prägen das Bild über ein Land. Oft waren es Geschichten mit politisch brisanten Themen, es ging immer darum, die türkische Gesellschaft mit all ihren Facetten abzubilden.

Wir hatten noch einen weiteren Trumpf in der Hand: Wir konnten viele Rollen mit deutsch-türkischen Schauspielern besetzen, was unsere Krimi-Serie noch authentischer machte. Dass Erol Sander in Istanbul geboren wurde, war ein weiterer Pluspunkt. Von Anfang an war klar: Kommissar Özakin sollte ein unerschrockener, knallharter Polizist sein, der stets gegen den türkischen Schlendrian ankämpft. Erweichen lässt er sich nur daheim von seiner selbstbewussten Frau Sevim. Und Mustafa, sein Kollege, ist genau das Gegenteil – ein Muttersöhnchen mit Pech in der Liebe. Bei der Entwicklung der Figuren ließ ich mich von meiner türkischen Verwandtschaft inspirieren.

Ich bin froh und dankbar, dass die Fernsehzuschauer uns über diesen langen Zeitraum hinweg die Treue gehalten haben.«

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