Ottfried Fischer

Zur Person

Ottfried Fischer als Pfarrer Braun
Eine Rolle, die ihm quasi auf den Leib geschneidert ist: Ottfried Fischer als Pfarrer Braun. | Bild: ARD Degeto / Romano Ruhnau

Eigentlich sollte der älteste Sohn einer Bauernfamilie, geboren 1953 in Ornatsöd im Bayerischen Wald, den elterlichen Hof übernehmen. Ottfried Fischer entschied sich jedoch zunächst für ein Jurastudium und fand dann schnell den Weg zum Kabarett. Zwischen 1976 und 1982 machte sich der scharfzüngige Bayer mit dem Ensemble "Machtschattengewächse" einen Namen. Im Anschluss daran feierte er erste Erfolge mit Jockel Tschiersch in den Kabarettprogrammen "Mattscheibchenweise kommerzwärts" (1982) und "Mit Gewalt komisch" (1984); für letzteres nahm das Duo 1985 den internationalen Kabarettpreis Salzburger Stier entgegen und erhielt 1986 den Deutschen Kleinkunstpreis. Mit seinem Kabarettsolo "Schwer ist leicht was" feierte Ottfried Fischer 1989 Premiere, die Uraufführung seines zweiten Soloprogramms "Was tun?" folgte 1994. Seit 1995 moderiert der Wahlmünchner monatlich seine eigene Sendung "Ottis Schlachthof" – inzwischen schon über 100 Sendungen.

Seit Beginn der 80er-Jahre hat sich Ottfried Fischer als feste Größe auch in der Film- und Fernsehlandschaft etabliert. 1985 erhielt er seine erste große Fernsehrolle in Franz Xaver Bogners Kultserie "Irgendwie und Sowieso".

Pfarrer Braun in Aktion
Neben der Verbrecherjagd geht Pfarrer Braun auch hin und wieder mal seiner eigentlichen Aufgabe nach. | Bild: ARD Degeto / Romano Ruhnau

Seit 1995 ermittelt der beliebte Darsteller als kriminalistisches Schwergewicht Benno Berghammer in seiner eigenen Fernsehserie "Der Bulle von Tölz", die 1996 als beste Krimiserie mit dem RTL Löwen prämiert wurde. 1998 sah man Ottfried Fischer zudem als Gerichtsmediziner Oljel und in den Filmen der Reihe "Kommissar Beck – Die neuen Fälle", dreimal inspirierten ihn in der Rolle des Krimiautors Leo Leitner "echte" Morde zu neuen Bestsellern: in "Der Bestseller" (2000) und "Der Bestseller – Mord auf italienisch" (2002) und zuletzt "Der Bestseller – Wiener Blut" (2004).

Von 2000 bis 2005 war er in "Der Pfunskerl" als pfiffiger Journalist dem Verbrechen im Hamburger Kiez auf der Spur. Ferner war Ottfried Fischer neben Haralsd Krassnitzer in der Fußball-Komödie "Die Dickköpfe" (2002) und in Xaver Schwarzenbergers historischem Drama "Andreas Hofer – Die Freiheit des Adlers" als König Maximilian I. von Bayern zu sehen.

In Hamburg drehte der vielbeschäftigte Schauspieler neue Folgen für "Der Pfundskerl", außerdem entstand unter der Regie von Jorgo Papavassiliou der Thriller "Hai-Alarm auf Mallorca" (2004). Zuletzt drehte er die Komödien "Crazy Race 3 – Der große Coup" (2006) und "König Otto" (2006). In seiner Paraderolle als "Pfarrer Braun" ist Ottfried Fischer seit 2003 im Ersten zu sehen.

Zur Rolle: Pfarrer Braun

Mit Leib und Seele predigt Pfarrer Braun das Wort Gottes und ist dank seiner Aufgeschlossenheit gegenüber den weltlichen Dingen des Lebens bei seinen Schäfchen überaus beliebt. Zu seinen hervorstechendsten Charaktereigenschaften zählt neben seinem ausgeprägten Sinn für Humor und seiner Vorliebe für kulinarische Genüsse vor allem sein unvergleichlicher detektivischer Spürsinn. Die Polizei schätzt den bibelfesten Hobbyschnüffler für seinen guten Riecher – seinen Vorgesetzten Bischof Hemmelrath jedoch bringt er damit schier zur Verzweiflung.