Götz George

Götz George ist tot. Er starb am 19. Juni 2016 im Alter von 77 Jahren.

Götz George schreibt seit mehr als sechzig Jahren Theater-, Film und Fernsehgeschichte. Bereits im Alter von zwölf Jahren stand er zum ersten Mal auf einer Theaterbühne, mit 15 Jahren für "Wenn der weiße Flieder blüht" vor der Kamera.

Götz George als Horst Schimanski
Götz George als Horst Schimanski | Bild: WDR / Stefan Falke

Von da an ging es nahezu ununterbrochen weiter. Kultstatus erlangte seine Figur Horst Schimanski, die er von 1981 bis 1991 in der "Tatort"- Reihe und seit 1997 unter dem Label "Schimanski" spielt. 1985 etwa entstanden unter der Regie von Hajo Gies der mehrfach ausgezeichnete Kinofilm "Schimanski – Zahn um Zahn" (Deutscher Filmpreis/Filmband in Gold, Charlie-Chaplin-Schuh) und 1987 "Zabou". 1988 folgten die Thriller "Die Katze" (Regie: Dominik Graf) und "Der Bruch" (Regie: Frank Beyer).

Von 1989 bis 1992 stand George für die erfolgreiche Fernsehserie "Schulz & Schulz" vor der Kamera, in diesem Zeitraum drehte er überdies Helmut Dietls "Schtonk!" (Deutscher Filmpreis/Filmband in Gold).

Trauer um Götz George - Rückblick auf Schimanski

1994 wurden u. a. der Dreiteiler "Das Schwein – eine deutsche Karriere" (Regie: Ilse Hofmann) und "Der König von Dulsberg" produziert. Es folgten 1995 Nico Hofmanns "Der Sandmann" (Adolf- Grimme-Preis zusammen mit Nico Hofmann, Goldener Löwe) und Romuald Karmakars "Der Totmacher". Für die Rolle des Massenmörders Haarman erhielt George unter anderem die Coppa Volpi und den Bundesfilmpreis/Filmband in Gold.

1996 stand George für Helmut Dietls "Rossini" vor der Kamera. 1997 drehte er die Kinofilme "Solo für Klarinette" (Regie: Nico Hofmann) und "Das Trio" (Regie: Hermine Huntgeburth) sowie den TV-Zweiteiler "Die Bubi-Scholz-Story" (Regie: Roland Suso Richter).

1999 kam "After the Thruth – Nichts als die Wahrheit" von Roland Suso Richter mit George als Josef Mengele ins Kino. In den weiteren Jahren folgten u.a. die Fernsehspiele "Liebe.Macht.Blind" (Regie: Thorsten Näter), "Liebe ist die halbe Miete" (Regie: Gabi Kubach), "Der Anwalt und sein Gast" (Regie: Torsten C. Fischer), "Familienkreise" (Regie: Stefan Krohmer, Deutscher Fernsehpreis) und der Kinofilm "Gott ist tot" (Regie: Kadir Sözen). Nach "Alpenglühen" (2003, Regie: Hajo Gies) spielte Götz George ein Jahr später wieder gemeinsam mit Christiane Hörbiger – diesmal in "Blatt&Blüte" (Regie: Michael Kreindl).

2003 war er zudem mit Klaus J. Behrendt in dem mehrfach ausgezeichneten Alzheimer-Drama "Mein Vater" zu sehen, für den es auch den Emmy Award in New York als bester ausländischer Film gab. 2004 drehte George u.a. "Kein Himmel über Afrika" (Regie: Roland Suso Richter) und "Liebe versetzt Berge – Alpenglühen 2" (Regie: Hajo Gies).

In 2005 spielte er etwa in "Kabale und Liebe" (Regie: Leander Haußmann), 2006 im Kinofilm "Maria an Callas" (Regie: Petra Katharina Wagner) und im Drama "Als der Fremde kam" (Regie: Andreas Kleinert) und 2007 im Fernsehspiel "Der Novembermann" (Jobst Oetzmann). Im gleichen Jahr wurde Götz George mit dem Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk geehrt.

Im Mai 2008 wurde das Drama "Meine fremde Tochter" von Manfred Stelzer ausgestrahlt, und im Rahmen des 70. Geburtstages des Stars zeigte das Erste "Schicht im Schacht" eine neue Folge aus der Reihe "Schimanski" (Regie: Thomas Jauch) sowie das Remake von "Die Katze" (Regie: Kaspar Heidelbach). 2009 hat der Star die Tabori-Farce "Mein Kampf" (Regie: Urs Odermatt) gedreht, in der er einen jüdischen Buchhändler verkörpert, der sich um den jungen Hitler kümmert.

2010 war Götz George in "Zivilcourage" zu sehen. George spielt in dem mehrfach ausgezeichneten Film (u.a. Goldene Kamera 2011) den Besitzer eines Buchantiquariats, der mit einer Straßengang in Konflikt gerät. 2011 drehte George eine weitere Schimanski-Folge "Schicht im Schacht". 2012 ist er in Helmut Dietls Kinofilm "Zettl" zu sehen.

Götz George starb am 19. Juni 2016. Er wurde 77 Jahre alt.

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