Die Patchwork-Familie

»An der Figur gereizt hat mich die zerrissene Auseinandersetzung mit der eigenen Schuld, die viele Menschen in der Nazizeit auf sich geladen haben. Sei es eben in dem Falle 'nur' dadurch, dass sie eine Lokomotive gefah-ren haben. Und natürlich die schwierige Frage, wie man mit dieser Schuld wieder ein 'normales' Leben führen kann. Die Erfüllung eines ganz persönlichen Kindheitstraumes ist gewesen, dass ich für die Dreharbeiten gelernt habe, eine echte Dampflok zu fahren – und diese dann auch im Film gefahren bin.«

(Peter Schneider)

Rudolf Hoffmann (Peter Schneider) muss Ingrid Born (Katrin Filzen) nun die Wahrheit über sein Leben sagen.
Rudolf Hoffmann muss Ingrid Born nun die Wahrheit über sein Leben sagen. | Bild: ARD Degeto/REAL FILM/AMALIA Film / Bernd Schuller

Ludwigsstadt, die letzte Station vor der innerdeutschen Grenze, ist der Heimatort von Ingrid. Dort will sie am nächsten Tag ihren Rudolf heiraten.

Peter Schneider spielt Rudolf Hoffmann. Durch eine zufällige Begegnung im Zug wird er von seiner dunklen Vergangenheit eingeholt. Die Fahrt über die Grenze wäre für Rudolf die letzte Gelegenheit, wenigstens einen Teil seines Lebens in Ordnung zu bringen – doch von all dem hat seine Verlobte Ingrid keine Ahnung.

Zacharias Bullien ist Hans Born, der es kaum erwarten kann, endlich einen "richtigen" Papa zu bekommen.

Katrin Filzen ist Ingrid Born, für die durch die Heirat mit Rudolf endlich alles gut werden soll, vor allem auch für ihren kleinen Sohn Hans, der aus ihrer Affäre mit einem schwarzen GI stammt.