Statement von Benjamin Benedict und Nico Hofmann

Produzenten

Anni (Marie Hacke), Lotte (Alicia von Rittberg), Paul (Noah Saavedra) und Friedl (Nina Gummich) feiern ein ausgelassenes Kostümfest am Bauhaus Weimar.
Anni, Lotte, Paul und Friedl feiern ein ausgelassenes Kostümfest am Bauhaus Weimar.  | Bild: MDR/UFA Fiction / Stanislav Honzik

»100 Jahre Bauhaus – ein wirklich besonderes Jubiläum für eine Bewegung, die mit ihren avantgardistischen Idealen die Kunst, Gestaltung, Architektur und Pädagogik für immer verändern sollte und durch ihre funktionalistischen Designs und die Verknüpfung von Kunst und Handwerk bis in die heutige Zeit hineinwirkt. Eine Bewegung, der die Energie zum jugendlichen, revolutionären Umbruch innewohnte, genauso wie eine enorm starke emanzipatorische Kraft, um die Rolle der Frauen neu zu definieren. Damit liefert uns die legendäre Hochschule für Gestaltung einen wahrhaft großen histori- schen Stoff, wie er relevanter und aktueller kaum sein könnte. Umso mehr freuen wir uns, unter der Federführung des MDR und gemeinsam mit der ARD Degeto und dem SWR mit "Lotte am Bauhaus" nun selbst einen Beitrag zum Jubiläumsjahr 2019 vorzulegen.

In der Geschichte des Bauhauses spiegeln sich nicht nur entscheidende politische Umwälzungen der Weimarer Republik wider, sondern eben auch die Emanzipationsbestrebungen einer neuen Generation von Frauen, die ver- suchten, ihr Recht auf künstlerische Selbstverwirklichung zu erstreiten, und damit selbst in einer freiheitlichen künst- lerischen Bewegung wie dem Bauhaus auf Widerstände stießen – und genau diesen Teilaspekt rückt unser Film bewusst in den Fokus. Inszeniert als packendes, hochemotionales Drama lernen wir das Bauhaus mit den Augen der jungen Kunststudentin Lotte Brendel kennen und erleben in 105 mitreißenden Minuten die 14-jährige Bestehungszeit des Bauhauses und den damit verbundenen Aufbruch in die Moderne.

Unsere Hauptfigur ist von vielen Frauen am Bauhaus inspiriert, unter anderem auch von der Bauhaus-Studierenden und Kunsthandwerkerin Alma Siedhoff-Buscher, bekannt geworden für ihre Kindermöbelentwürfe und Spielzeuge (so auch das im Film gezeigte und bis heute produzierte "Kleine Schiffbauspiel" und die Kindermöbel). An dieser Stelle möchten wir daher einen herzlichen Dank an ihren Sohn Joost Siedhoff richten, der unserem Projekt immer unterstützend zur Seite stand. Wir möchten uns natürlich auch bei allen Beteiligten bedanken, die diesen Film möglich gemacht haben: bei den Redaktionen, beim wunderbaren Schauspielensemble um Alicia von Rittberg, bei unserer Crew und unseren Fachberatern und besonders bei Prof. Christoph Stölzl, dem Neffen der Bauhaus-Meisterin Gunta Stölzl, der das Projekt vor vier Jahren mit seiner Idee zu einem Film über das Bauhaus ins Rollen gebracht hat.«

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