Interview mit Pamela Müller, Executive Producer von "Gefragt – Gejagt"

»Die Dramaturgie der Show ist spannend wie ein Krimi.«

Pamela Müller (Executive Producer der Show)
Pamela Müller | Bild: ITV Studios

Pamela Müller, Executive Producer der Show, spricht im Interview über die Spielidee von "Gefragt – Gejagt", den Erfolg der Show in England, die Chancen der Kandidaten gegen die Jäger und die Aufgaben des Moderators.

"Gefragt – Gejagt" ist die deutsche Adaption eines britischen Quizformats – was ist die Spielidee?

In dieser Quizshow erspielt ein Team von vier Kandidaten in je vier Schnellraterunden Geld, das dann in einem Duell gegen einen Superquizzer verteidigt werden muss. Dabei können sich die Kandidaten einen Vorsprung erkaufen, oder sie bekommen Geld, wenn sie sich näher an ihren Herausforderer herantrauen. Es geht also um Wissen, Schnelligkeit, Teamgeist, Risikofreude und um spektakuläre Quizduelle gegen einen Herausforderer, den sogenannten Jäger.

In England hat das Format inzwischen Kultstatus. Wie ist das zu erklären?

Natürlich geht es bei "The Chase" auch um klassisches Quiz. Aber die besondere Dramaturgie der Show ist immer wieder spannend wie ein Krimi. Bis zur letzten Sekunde ist nicht klar, ob der Jäger die Kandidaten noch schlagen kann oder nicht. Diese unglaubliche Dramatik, gepaart mit einem erstklassigen Moderator, sehr speziellen "Chasern" und interessanten Kandidaten macht letztlich den Erfolg von "The Chase" aus.

Die Kandidaten treten gegen ein Superhirn an, das unter Umständen bereits an Quizweltmeisterschaften teilgenommen hat. Haben sie dabei denn eine Chance?

Ja, auf jeden Fall! Die Superhirne, unsere Jäger, sind ganz normale Menschen, die natürlich auch nicht alles wissen können, auch sie machen Fehler. Aber sie wissen eben sehr viel mehr als der Durchschnitts-Quizzer. Wissen sammeln und in Wettbewerben testen, das ist ihr Hobby. Außerdem treten immer vier Kandidaten gegen den Jäger an. Jeder Kandidat bringt natürlich sein Allgemeinwissen und seine Spezialgebiete mit und somit gibt es auch eine vierfache Chance, den Jäger zu schlagen. Und natürlich ist auch immer eine Portion Glück im Spiel.

Welche Fähigkeiten müssen die Kandidaten mitbringen?

Ideal ist es natürlich, wenn die Kandidaten eine gewisse Quizaffinität haben. Dabei ist es egal, ob man gerne Kreuzworträtsel löst oder zum Beispiel die beliebten Pub-Quizze besucht. Auch Kandidaten, die gerne Zocken, können gerne zu "Gefragt – Gejagt" kommen.

Wie wird man Kandidat bei "Gefragt – Gejagt"?

Am besten bewerben sich die Kandidaten online unter:

Jäger oder Gigant – was macht den Unterschied?

Das macht keinen Unterschied. Unsere Jäger sind der Gigant, der Quizgott, der Besserwisser oder der Bibliothekar. Diese speziellen Kampfnamen sollen die vier Jäger anschaulich unterscheiden und ihre Stärken hervorheben.

Welche Aufgabe hat der Moderator?

Bei "Gefragt – Gejagt" hat Alexander Bommes nicht nur die sehr anspruchsvolle Aufgabe, im Schnitt pro Sendung mehr als 100 Fragen zu stellen; er ist auch ganz bewusst auf der Seite der Kandidaten, versucht sie mental zu stärken und fiebert mit ihnen mit. Ich finde es immer wieder bewundernswert, wie unglaublich schnell und präzise Alexander Bommes die Fragen in der Schnellraterunde und im Finale abfeuert, damit sowohl Kandidaten als auch Jäger eine faire Chance haben, möglichst viele Fragen richtig zu beantworten.