Martin Wuttke ist Reinhard Gehlen

(Person der Zeitgeschichte)

Toni (Mercedes Müller) übersetzt für Gehlen (Martin Wuttke) bei einer Verhandlung.
Toni übersetzt für Gehlen bei einer Verhandlung. | Bild: ARD/Odeon Fiction / Zuzana Panská

Der ehemalige Generalmajor der Wehrmacht leitet im Zweiten Weltkrieg die Abteilung Fremde Heere Ost (FHO) im Generalstab des Heeres. Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft im Juli 1946 baut er mit dem Einverständnis der amerikanischen Besatzungsmacht einen Auslandsnachrichtendienst auf: Die „Organisation Gehlen“. Der überaus machtbewusste Gehlen pflegt seine Kontakte zu Politik, Wirtschaft und besonders zu seinen „alten Kameraden“. Er ist ein Machtmensch, der vor nichts zurückschreckt und seinem Widersacher Otto John fast immer einen Schritt voraus ist. Hingegen verbinden ihn mit Tonis Vater Gerd eine alte Freundschaft, lukrative Geschäfte und geheime Machenschaften. Nur zu gerne unterstützt er die Tochter seines Freundes bei ihrer Karriere und stellt sie als Fremdsprachensekretärin ein.

Was macht „BONN — Alte Freunde, neue Feinde“ so besonders?

Die Serie beruht nicht nur auf wahren Begebenheiten, sondern sie deckt auch jede Menge brisanter Fakten auf, die bis dato nicht so bekannt waren. Das betrifft insbesondere meine Figur. Die Story ist facettenreich, mit vielen Wendungen – gerade wenn es um das Gegeneinander der Geheimdienste geht. Ein echter Thriller.

Was treibt Ihre Figur an und welche Konflikte machen sich in ihrem Innersten bemerkbar?

Reinhard Gehlen ist eine historische Figur, die tatsächlich existierte. Innerhalb seines Amtes hat er viele alte Seilschaften, er spinnt Intrigen und ist ein großartiger Stratege. Der große Konflikt spielt sich zwischen ihm und Otto John ab, wobei Gehlen John oft einen Schritt voraus ist. Gehlen ist ein tiefgründiger Charakter, mit vielen Geheimnissen und dem Hang zu Machtspielen – das macht ihn auch so unberechenbar.

Die Serie beruht auf wahren Geschehnissen. Wie wichtig ist dieses Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte in der heutigen Zeit?

Wir sprechen hier von einem Kapitel, das sich über Jahrzehnte erstreckt und dessen Mitwirkende das Fundament unserer Bundesrepublik gelegt haben, obwohl viele von ihnen dem Nationalsozialismus verhaftet waren. Dieses Thema wichtig, auch um es in Zukunft besser machen zu können.

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