Das Jahr 1954

Bundeskanzler Konrad Adenauer (r.) und sein engster Vertrauter Hans Globke, Staatssekretär im Kanzleramt; Aufnahme vom Januar 1963
Bundeskanzler Konrad Adenauer (r.) und sein engster Vertrauter Hans Globke, Staatssekretär im Kanzleramt; Aufnahme vom Januar 1963 | Bild: picture alliance/dpa | UPI

Noch ist Deutschland nicht Mitglied der NATO. Die immer wieder geschürte Angst vor dem Kommunismus, vor „dem Russen“, der jederzeit seine westlichen Grenzen überschreiten könnte, führt zu einem globalen, aber auch zu einem innerdeutschen Konflikt. Auch im Inneren des politischen Betriebs in Westdeutschland verlaufen Gräben. Bundeskanzler Konrad Adenauer, der als erklärter Gegner der nationalsozialistischen Bewegung 1933 sein Amt als Kölner Oberbürgermeister verlor und noch 1944 in Gestapo-Haft genommen wurde, arbeitet eng mit Kanzleramtsminister Hans Globke zusammen, der an den Nürnberger Rassengesetzen beteiligt war. An der Spitze des westdeutschen Auslandsgeheimdiensts Organisation Gehlen steht mit Reinhard Gehlen ein ehemaliger hochrangiger Nationalsozialist, während Otto John, der Präsident des Inlandsgeheimdienstes Bundesamt für Verfassungsschutz, ein Mitglied der Stauffenberg-Gruppe war. Überhaupt wird im Nachkriegsdeutschland schnell klar, dass eine funktionierende Verwaltung, Infrastruktur, ein juristisches System am schnellsten und besten von Menschen mit Erfahrung installiert werden kann. Menschen, die in der überwiegenden Anzahl eine Vergangenheit im Nationalsozialismus haben.

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