Reomy D. Mpeho als George Washington

Als schwarzer G.I. hat George (Reomy D. Mpeho) in seiner Einheit mit rassistischen Vorurteilen zu kämpfen.
Als schwarzer G.I. hat George in seiner Einheit mit rassistischen Vorurteilen zu kämpfen. | Bild: SWR/FFP New Media GmbH / Ben Knabe

Wie erlebt George seine Zeit im Nachkriegsdeutschland, was ist für ihn hier anders als in seiner Heimat?

In der Welt, aus der er kommt, ist es alltäglich, verfolgt zu werden. Jetzt wird er im für ihn "Fabulous Germany" zum Opfer seiner Gefühle. So frei wie hier war er noch nie, kann selbst entscheiden, wen er liebt und wie er lebt, muss aber immer noch gegen Vorurteile kämpfen. Er changiert zwischen seiner neu gewonnenen Freiheit und der vorherrschenden Realität der Welt, in der er seinen Platz sucht.

Wussten Sie schon etwas über dieses Kapitel der deutsch-amerikanischen Geschichte bevor sie sich mit dem Drehbuch beschäftigt haben?

Was nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland passierte, haben wir in der Schule nicht gelernt. Deswegen war ich sehr neugierig, mehr über das Nachkriegsdeutschland zu erfahren – nicht nur aus dem Drehbuch und meinen eigenen Recherchen, sondern auch aus persönlichen Gesprächen. Es ist wichtig, sich von jeder Geschichte unterschiedliche Sichtweisen anzuhören.

"Ein Hauch von Amerika" zeigt den Rassismus in der Army und in der deutschen Gesellschaft der 1950er Jahre. Heute sprechen wir über "Black Lives Matter", Sie leben in England – können Sie einschätzen, wie sich der Rassismus von früher von dem heute unterscheidet? 

Rassismus ist heute immer noch sehr gefährlich, aber auf eine ganz eigene Art. Die Welt entwickelt sich weiter, aber es gibt unglücklicherweise noch Menschen, die an ihren überholten Sichtweisen festhalten, womit sie den gesellschaftlichen Fortschritt aufhalten. Rassismus ist heute wohl nicht mehr so offensichtlich, aber es gibt immer noch einen verdeckten Rassismus in unserer Gesellschaft. Jedenfalls erkennen viele Leute mit unterschiedlichem Background, dass Rassismus nicht nur eine Angelegenheit der Schwarzen ist, sondern die ganze Welt betrifft, und ich denke, dass wir Rassismus besiegen können – mit der Zeit, durch Bildung und Empathie.

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