Worum geht es?

Natalia Witmer als Marina Yurlova
Das Projekt "Krieg der Träume" macht Geschichte erlebbar.  | Bild: SWR / Ricardo Vaz Palma/IRIS

Das Ende des Ersten Weltkriegs – für die Menschen in Europa der Beginn einer Reise ins Ungewisse. Der Krieg hat die alte Ordnung hinweggefegt. Demokratie, Kommunismus und Faschismus konkurrieren um die beste Utopie – intensiv, leidenschaftlich und oft gewaltsam. Die Schicksale von vierzehn Menschen machen Geschichte in einer Zeit gewaltigen gesellschaftlichen Umbruchs erlebbar.

Schicksale aus neun Nationen

Kommunist Hans Beimler, Stummfilmstar Pola Negri, der spätere Auschwitz-Kommandant Rudolf Höß, aber auch die österreichische Ärztin Edith Wellspacher und die französische Anarchistin May Picqueray. Mit ihren Träumen und Überzeugungen machen ihre Schicksale die Geschichte Europas zwischen 1918 und 1939 in all ihrer Widersprüchlichkeit erlebbar. Aus "14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs" werden das Leben der Kosakin Marina Yurlova und des Kriegsreporters C. E. Montague weitererzählt. Dabei ergeben sich immer wieder Parallelen zur heutigen politischen Situation, in der Europa und die Demokratie erneut in die Krise zu geraten drohen.

Ringen um Utopien

"Krieg der Träume" erzählt von der Entstehung der Welt, in der Europäer heute leben. Vieles von dem, was uns heute selbstverständlich erscheint, ist erst in jenen einundzwanzig Jahren zwischen 1918 und 1939 entstanden, darunter die Demokratie mit allgemeinem Wahlrecht, die Gewaltenteilung und das Recht auf freie Meinungsäußerung. Erst nach einem langen Wettstreit mit anderen, mächtigen Utopien wie dem Kommunismus und dem Faschismus konnte sich die Demokratie durchsetzen.

Europäische Mentalitätsgeschichte

Das Projekt "Krieg der Träume" kombiniert aufwändige fiktionale und dokumentarische Elemente und vereint sie zu einer packenden Dramaserie. Die Filme erzählen eine Mentalitätsgeschichte der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Wie und warum hat sich im Verlauf dieser einundzwanzig Jahre die Mentalität von Millionen Europäern so verändert, dass ein neuer Krieg möglich wurde? Produzent Gunnar Dedio begegnet der inhaltlichen Herausforderung mit einer intensiven Zusammenarbeit internationaler Partner: "Indem wir Geschichte transnational erzählen, erreichen wir einen neuen Blick auf uns, auf Europa hier und heute."

Dabei wird Geschichte konsequent auf das subjektive Erleben einzelner Menschen verdichtet. Showrunner, Regisseur und Autor Jan Peter: "Wir zeigen das Leben unserer Protagonisten, während es geschieht. Ohne fertige Urteile, ohne den oft besserwisserischen Blick der Nachgeborenen. Geschichte ist das, was auch uns täglich zustößt – mit offenem Ausgang."

Umfangreiches Begleitprogramm

Die mehrteilige Serienproduktion wurde in Luxemburg, Frankreich, Belgien und Deutschland gedreht. Die Ausstrahlung ist für Herbst 2018 im Ersten und auf ARTE geplant.

Über die Fernsehausstrahlung hinaus wird es ein multimediales Begleitprogramm geben, wozu die Online-First-Ausstrahlung, Kinopremieren, internationale Buchveröffentlichungen, Museumsausstellungen, Symposien, ein Theaterstück, ein Webspecial von ARD und ARTE sowie umfassende Social-Media-Aktivitäten gehören.

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