SENDETERMIN So, 12.03.17 | 16:30 Uhr | Das Erste

Wildnis Nordamerika (2) – Mythos Wilder Westen

Erlebnis Erde

Ein Präriehund hat sich aufgerichtet und hat eine Blüte im Blick.
Präriehunde prägen seit Jahrtausenden besonders die Grasländer.

Die "Ozeane aus Gras" mit ihren Charaktertieren, den stattlichen Bisons, sind der Inbegriff vom "Wilden Westen". Heute stampfen wieder große Herden der einst fast ausgerotteten "Indianerbüffel" über die vielleicht nordamerikanischste aller Landschaften. Eifrige Baumeister haben die weiten Graslandschaften mit Siedlungen untertunnelt: Präriehunde kommunizieren in den Kolonien, die manchmal aus einer Million der Nagetiere besteht, mit regelrechten "La-Ola-Wellen" über weite Strecken hinweg. Beide Arten – Bisons und Präriehunde – prägen seit Jahrtausenden die Grasländer.

Im Jahreslauf müssen die einzigartigen Graslandschaften extremen Bedingungen trotzen. Im Bild: ein Buschfeuer.
Im Jahreslauf müssen die einzigartigen Graslandschaften extremen Bedingungen trotzen: Hitze und Dürre, rasenden Feuerbrünsten, Superstürmen und Tornados.

Kontinent der Prärien

Nordamerika – der Kontinent der Prärien: Ursprünglich bedeckten sie ein Drittel des Kontinents – vom Golf von Mexiko bis tief nach Kanada hinein. Heute sind sie wegen ihrer fruchtbaren Böden zur Kornkammer des Kontinents geworden. Im Jahreslauf müssen die einzigartigen Graslandschaften aber extremen Bedingungen trotzen: Hitze und Dürre, rasenden Feuersbrünsten, Superstürmen und Tornados. Und im Winter bringen "Blizzards" mit mehr als hundert Kilometern in der Stunde Schnee und Eis.

In den "amerikanischen Steppen" leben auch viele andere, weniger bekannter Tiere: die seltsamen Gabelböcke etwa, eines der schnellsten Säugetiere der Erde: Die "Pronghorns" rennen über weite Strecken mit einer Geschwindigkeit von über 60 Kilometern in der Stunde. Oder die prächtigen Präriehühner, nahe Verwandten unseres Auerhahns: Jedes Frühjahr werben die Männchen beim farbenfrohen "Trampeltanz" um die Gunst der Hennen.

Spinnen und ihre Liebeslieder

Die Co-Produktion von Discovery Channel in Zusammenarbeit mit dem WDR beobachtet mit trickreichen Makroaufnahmen das geheime – und gewagte – Liebesleben der Springspinnen am Boden der Prärie: Denn wenn das Weibchen nicht bereit zur Paarung ist, verspeist es das Männchen einfach.

Im Bild: zwei Springspinnen
Springspinnen

Mit spezieller Lasertechnologie wurden die "Liebeslieder" der Springspinnen erstmals für menschliche Ohren hörbar gemacht! Spektakuläre Cineflex-Flüge zeigen immer wieder neue Perspektiven der Prärie – und verfolgen etwa Wölfe aus der Luft bei der dramatischen Jagd auf ein Bisonkalb: aufregende Einblicke in den "Wilden Westen".

Ein Film von Max Salomon