SENDETERMIN Do, 14.09.17 | 22:45 Uhr | Das Erste

Nuhr im Ersten

Die Sendung vom 14. September 2017 | Video verfügbar bis 14.09.2018

Gäste: Ingo Appelt, Johann König, Sebastian Pufpaff und Torsten Sträter

Sebastian Pufpaff: "Ich habe die seriöse Schiene ausprobiert, doch der Nachname war stärker und hat mich ziemlich schnell in die Welt des Humors entführt, wo ich endlich ernst genommen werde." Sein Programm ist kein Programm, es ist eine Sichtweise, eine Meinung. Wer verstehen will, dem bleibt manchmal nur die Frage als Antwort, auf all die Fragen dieser Welt.

Bei Torsten Sträter ist Idiotie nicht nur ein leeres Wort. Er erzählt von gebrochenen Menschen und sonderbaren Begebenheiten, aber er lotet auch die stillen Nuancen des Miteinanders aus. Und das alles mit einer angenehmen Stimme.

Ingo Appelt garantiert messerscharfe Beobachtungen, brillanten Wortwitz, sowie freche und verschmitzte Pointen. Als "Enfant terrible der Comedy" wird er gerne ins kommerzielle, wie ins öffentliche Fernsehen eingeladen. In seinem runderneuerten Programm "Besser ist besser!" zeigt Ingo Appelt den modernen Weg zu einem besseren Leben.

Johann König ist der Poet unter den Komikern, der Meister des ausschweifenden Minimalismus, erzählt in seiner unverwechselbaren Art schüchtern-charmant und mit brüchiger Stimme Geschichten aus seinem sonderlichen Leben.

Sebastian Pufpaff

»Ich habe die seriöse Schiene ausprobiert, doch der Nachname war stärker und hat mich ziemlich schnell in die Welt des Humors entführt, wo ich endlich ernst genommen werde.«

Er wird als der George Clooney des Kabaretts bezeichnet. Das Publikum gab ihm den Prix Pantheon 2010 und seitdem die anderen Kollegen nicht mehr können, reißt sich sogar das Fernsehen um ihn. Sein Programm ist kein Programm, es ist eine Sichtweise, eine Meinung. Wer verstehen will, dem bleibt manchmal nur die Frage als Antwort, auf all die Fragen dieser Welt.

Sebastian Pufpaff wurde am 15. September 1976 in Troisdorf geboren. Er ist Kabarettist, Moderator und Entertainer. Nach eigenen Angaben brachte ihn sein Nachname zur Comedy. Um sich nicht verspotten zu lassen, ging er in die Offensive, absolvierte einen Comedy-Workshop und gründete 2003 mit Henry Schumann und dem Pianisten Martin Zingsheim das Kabarett-Trio "Das Bundeskabarett".

Als Solokünstler konnte er sich bereits mit Auftritten in den Sendungen Mitternachtsspitzen, Spätschicht sowie bei Nuhr im Ersten den Fernsehzuschauern präsentieren.

Als Autor entwickelte er zusammen mit Thomas Lienenlüke die Idee zu "3. Stock links – Die Kabarett WG" in der ARD und spielt dort seit November 2014 im Ensemble mit Maike Kühl und Hannes Ringlstetter.

Seine erste Auszeichnung als Solokabarettist erhielt er 2010 im Rahmen des deutschen Kabarett-Wettbewerbs Prix Pantheon, bei dem er "mit einem scharfzüngigen, hintersinnigen und politisch herrlich unkorrektem Auftritt" die Zuschauer so begeisterte, so dass sie ihn mit dem Publikumspreis Beklatscht & Ausgebuht beehrten. Seit Februar 2015 ist er mit seinem zweiten Soloprogramm "Auf Anfang" in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Tour.

Torsten Sträter

»Ich bin Torsten Sträter.

Ich wiege bei 1,80 Höhe etwa eine halbe Tonne, weswegen ich nicht damit rechne, Booking-Anfragen für Katalogfotos zu bekommen. Ich komme darüber weg. Wenn ich nicht an meinen Geschichten für Bücher und Lesungen arbeite, sitze ich auf dem rapide durch schimmelnden Holzmobiliar meines Balkons. Ich weiß nicht, was in diese Baumarktleute gefahren ist – man bricht sich sicher keinen Zacken aus der Krone, wenn man Gartenmöbeln aus Holz einen Zettel beilegt: Bitte einölen, imprägnieren oder nur in der Wohnung benutzen! Wer soll das wissen? Bis Ende des Sommers, vermutlich arbeite ich dann grade an einem Essay über Pudding oder sowas, wird im hellen Sonnenlicht das Holz unter mir explodieren und ich werde von einem Stuhlbein gepfählt. Gut, dass ich den Bon noch habe.

Ich bin, wenn ich mich nicht in Gefahr begebe, in der Republik unterwegs und lese vor – bei Poetry Slams, auf Sololesungen, Lesebühnen und bizarren Mixed Shows (Ein Orgelspieler, ein Luftballontier-Clown, eine Frau, die mit Küchengeräten spricht, ich. So in der Art.) Fakt ist: Der Poetry Slam hat mich hervor gebracht … allerdings bin ich, was meine Teilnahme an Slams angeht, so unzuverlässig, dass gemunkelt wird, in meinem Keller stände ein Glücksrad, das folgende Felder aufweist:

  • Playstation spielen
  • Urologe
  • Paniermehl kaufen und Brot klonen
  • Liegen
  • Caprisonne-Tüten abheften
  • Zum Poetry Slam fahren

Das ist natürlich Unfug. "Urologe" ist nicht drauf. "Playstation spielen" dafür zwei Mal. Was noch?

Ich stehe (jugendliche Formulierung) auf Musik von Sinatra, Rammstein und Bach, beneide Menschen, die gut Piano spielen können (und mit "beneide" meine ich "hasse"), kann z.B. über Horst Evers, Fritz Eckenga, Malmsheimer, Onkel Fisch, Helge Schneider und Stromberg lachen, nicht aber über den Psychopathen, der bei uns frühmorgens durch die Siedlung fährt und beschissene Flötenmusik vom Band spielt, damit man ihm Metallschrott bringt. Was denkt der Vogel sich? Dass ich da um Sieben aus der Kiste schnelle und ausrufe:

"POTZTAUSEND! Da isser wieder! Da werde ich doch direkt mal eine Heizungsverkleidung abschrauben und sie noch in Unterhose feilbieten! Ich wusste doch gar nicht wohin damit! Endlich wird dieser Klumpen Blech seiner wahren Bestimmung zugeführt: Unter die Fittiche des kettenrauchenden Schrott-Eumels mit seiner völlig unmelodischen, ja kakophonischen Drecksflöte! Hurra!"

Dafür unterstütze ich den deutschen Buchhandel. Durch massives Einkaufen und Auftritte. Lassen Sie sich gesagt sein: Kleine Buchläden sind schöner. Und besser. Warum? Fragen Sie sich einfach, was Sie lieber tun …

a) über Bücher reden.
b) Rolltreppe fahren.

Der neue Roman über mittelalterliche Reiseprostitution kostet übrigens überall das gleiche. Also kann es kein Fehler sein, dort zu kaufen, wo man Sie wiedererkennt.
Na ja …
Halten Sie die Ohren steif – und wenn Sie das anatomisch nicht geregelt kriegen, blicken Sie einfach nach vorn. Hinter Ihnen ist meistens nix.

Ihr Torsten Sträter«

Ingo Appelt

Ingo Appelt
Ingo Appelt

1967 in Essen geboren beginnt Ingo Appelt 1982 nach der Schule eine Ausbildung zum Maschinenschlosser. Wie im "Pütt" verbreitet, schlägt Ingos Herz schon bald links und Ende der 1980er Jahre hat er seinen ersten Auftritt bei der Jugendkonferenz der IG Metall, der 1990 in die erste Tournee mündet: mit dem Programm "Heiter Be-Sinnlich" tourt Ingo durch die Republik.

1991 folgt der Zivildienst, Ingo intensiviert nebenbei seine Auftrittstätigkeit. 1993 stehen bereits 130 Gastspiele mit dem Programm "Wir sterben und Sie machen Witze" in seinem Kalender, 240 Gigs sind es in 1994 – außerdem wird das Fernsehen auf Ingo aufmerksam: er ist bei "RTL Samstag Nacht", der "RTL Nachtshow" und bei "Late Night mit Thomas Gottschalk" (RTL) ein gerngesehener Gast.

1996 ist Zeit für ein neues Programm. "Der Abräumer" macht seinem Namen alle Ehre und so lassen auch weitere TV-Highlights nicht auf sich warten. 1999 genießt Ingo geradezu ein Popstar-Image: er tritt bei der Echo-Verleihung auf und Marius Müller-Westernhagen lädt ihn als Supporting-Act für die Abschiedstournee ein – das beschert Ingo einen Stadion-Auftritt vor 750.000 Zuschauern. Das hat auch Auswirkungen auf Ingos eigene Tournee: jeweils 120.000 Zuschauer sehen Ingos "Wet Side Tour" in 1999 und 2000. In 2000 erhält Ingo auch seine eigene Fernsehshow: "Die Ingo Appelt Show" geht bei ProSieben auf Sendung. Nach einem "ersten offiziellen Babyjahr" in 2001 startet Ingo 2002 und 2003 mit seinem neuen Programm "Superstar" wieder voll auf der Bühne durch. 2005 läuft das Programm "Superstar" mit zwei Highlights aus: die CD zur Tour wird veröffentlicht und ProSieben strahlt einen Live-Mitschnitt der Show aus. Aber Ingo gönnt sich keine Pause: schon im Herbst 2005 tourt er wieder – mit dem neuen Programm "Retter der Nation". 2006 vergeht kaum ein Tag, an dem Ingo nicht mit seinem neuen Programm auf der Bühne steht. Überdies nimmt er sich wieder Zeit für Gastauftritte.

Ende 2008 steht der programmatische Titel für das erste Buch, Hörbuch und des nächsten Tourprogramms fest: "Männer muss man schlagen!". 2009 und 2010 wird die "Männer muss man schlagen!-Tour" erfolgreich fortgesetzt und Ingo ist im Kinofilm: "Morgen, ihr Luschen! Der Ausbilder-Schmidt-Film" auf der Leinwand zu sehen. Seit 2010 ist Ingo auch regelmäßig bei Nuhr im Ersten – Der Satiregipfel zu Gast. 2011 beginnt mit neuen Folgen des Quatsch Comedy Club – und es geht wieder auf die Bühne. Das Motto: "Frauen sind Göttinnen – Wir können nur noch beten!" Halleluja!

2014 ist Ingo erstmals seit 1999 nicht nur Gast, sondern regelmäßiger Gastgeber einer Fernsehsendung: Er übernimmt als Moderator die traditionsreiche Satiresendung "Kabarett aus Franken" im Bayerischen Fernsehen.

Anfang 2015 folgte das runderneuerte Programm: "Besser ist besser!" und Ingo ist weiterhin regelmäßiger Gast bei "Nuhr im Ersten".

Johann König

Johann König ist der Poet unter den Komikern. Seit 1998 spielt sich der mehrfach ausgezeichnete Künstler (u.a. Deutscher Comedypreis, Bayerischer Kabarettpreis, Publikumspreis "Die Wühlmäuse") in die Herzen einer immer größer werdenden Fangemeinde.

Neben seinen Live-Auftritten war er bereits häufiger Gast in TV- Sendungen wie "Die Große Quatsch Variety Show" oder "100 Jahre Heinz Erhardt". Zudem kennt man ihn als langjährigen Nachbarn von Christine Westermann und Götz Alsmann in der TV-WG "Zimmer frei".

In seiner unverwechselbaren Art erzählt Johann König schüchtern-charmant und mit brüchiger Stimme Geschichten aus seinem sonderlichen Leben. Dabei wirkt er zunächst leicht entrückt, um dann dem Publikum mit seiner Betrachtung der kleinen Danebenheiten des Lebens zu zeigen, dass er es faustdick hinter den Ohren hat.

Johann Königs Markenzeichen sind seine "stacheligen" Gedichte und Erzählungen, nachzulesen in seinem erstem Buch "Gestammelte Werke" (2009). Mit seinem Buch "Der Königsweg: Triumph der Langeweile" (2010) stellt Johann König den Lesern einen Weggefährten zur Seite, um die Längen des Lebens mit Wonne zu genießen. Im März 2016 erschien sein neues Buch, in dem Johann König sich unseren ach so lieben Kindern widmet und deren Auswirkungen auf unser Leben: "Kinder sind was Wunderbares – Das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen".

Johann König
Johann König

Zwischen 2003 und 2005 tourte der Meister des ausschweifenden Minimalismus mit seinem Soloprogramm "Ohne Proben nach oben" durch Deutschland, veröffentlichte seine Live-CD "Och nöö." sowie seinen Cologne-Song "Mein Veedel". Von 2006 bis 2011 war der Comedian mit den Folgeprogrammen "Johann König eskaliert" und "Total Bock auf Remmi Demmi" (ausgezeichnet mit dem Deutschen Comedypreis 2010 in der Kategorie "Bestes TV-Soloprogramm") bundesweit in ausverkauften Häusern unterwegs. 2012 betreibt König mit der Veröffentlichung seines Songs "Ich hab' Burn-out" Burnout Prophylaxe, fungiert als Gastgeber von "Johann König & Konsorten" und steht bei einigen wenigen exklusiven Live-Terminen auf der Bühne. Von Januar 2013 bis März 2015 war er mit seinem vierten Soloprogramm "Feuer im Haus ist teuer, geh raus!" bundesweit zu sehen. Sein Live-Spektakel "Milchbrötchenrechnung" startete im Oktober 2015.

12 Bewertungen
Kommentare
Bewerten

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten: Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern werden innerhalb von 24 Stunden durch die Redaktion freigeschaltet. Es dürfen keine externen Links, Adressen oder Telefonnummern veröffentlicht werden. Bitte vermeiden Sie aus Datenschutzgründen, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Fragen zu den Inhalten der Sendung, zur Mediathek oder Wiederholungsterminen richten Sie bitte direkt an die Zuschauerredaktion unter info@daserste.de. Vielen Dank!

*
*

* Pflichtfeld (bitte geben Sie aus Datenschutzgründen hier nicht Ihre Mailadresse oder Ähnliches ein)

Kommentar abschicken

Ihr Kommentar konnte aus technischen Gründen leider nicht entgegengenommen werden

Kommentar erfolgreich abgegeben. Dieser wird sobald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht. Es gelten die Nutzungsbedingungen von DasErste.de.