SENDETERMIN Do, 07.12.17 | 22:45 Uhr | Das Erste

Nuhr im Ersten

Sendung vom 7. Dezember 2017 | Video verfügbar bis 07.12.2018

Gäste: Ingo Appelt, Andreas Rebers und Andreas Vitásek

Ingo Appelt garantiert messerscharfe Beobachtungen, brillanten Wortwitz, sowie freche und verschmitzte Pointen. Als "Enfant terrible der Comedy" wird er gerne ins kommerzielle, wie ins öffentliche Fernsehen eingeladen. In seinem runderneuerten Programm "Besser ist besser!" zeigt Ingo Appelt den modernen Weg zu einem besseren Leben.

Andreas Rebers meint: "Kabarett ist wie Salat - Es muss frisch bleiben!”
Minimalistische Pointen sind seine Stärke. Andreas Rebers spricht, singt, spielt Akkordeon und Klavier, auf keinen Fall Gitarre. Sprachlich präzise und geschliffen, hochmusikalisch, facettenreich und mit großer Freude an politischer Unkorrektheit entzieht er sich hakenschlagend allen Kategorien. Sein Humor ist schwarz, respektlos, intelligent und aberwitzig.

Florian Schroeder zeichnet sich durch eine erfreuliche Respektlosigkeit aus und nimmt kein Blatt vor den Mund. Scharfzüngig und hintersinnig kommentiert er das tagespolitische Geschehen. Dabei macht er auch Gebrauch von seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten als Parodist.

Andreas Vitásek bereichert das Kabarett um eine poetische Note, in der seine Ausbildung zum Pantomimen spürbar ist. Unvergleichlich gelingt es Andreas Vitásek, über das Leben zu philosophieren und gleichzeitig unerhört witzig zu sein. Sein Humor ist ebenso bissig wie von einer sanften Melancholie durchzogen.

Ingo Appelt

Ingo Appelt
Ingo Appelt

1967 in Essen geboren beginnt Ingo Appelt 1982 nach der Schule eine Ausbildung zum Maschinenschlosser. Wie im "Pütt" verbreitet, schlägt Ingos Herz schon bald links und Ende der 1980er Jahre hat er seinen ersten Auftritt bei der Jugendkonferenz der IG Metall, der 1990 in die erste Tournee mündet: mit dem Programm "Heiter Be-Sinnlich" tourt Ingo durch die Republik.

1991 folgt der Zivildienst, Ingo intensiviert nebenbei seine Auftrittstätigkeit. 1993 stehen bereits 130 Gastspiele mit dem Programm "Wir sterben und Sie machen Witze" in seinem Kalender, 240 Gigs sind es in 1994 – außerdem wird das Fernsehen auf Ingo aufmerksam: er ist bei "RTL Samstag Nacht", der "RTL Nachtshow" und bei "Late Night mit Thomas Gottschalk" (RTL) ein gerngesehener Gast.

1996 ist Zeit für ein neues Programm. "Der Abräumer" macht seinem Namen alle Ehre und so lassen auch weitere TV-Highlights nicht auf sich warten. 1999 genießt Ingo geradezu ein Popstar-Image: er tritt bei der Echo-Verleihung auf und Marius Müller-Westernhagen lädt ihn als Supporting-Act für die Abschiedstournee ein – das beschert Ingo einen Stadion-Auftritt vor 750.000 Zuschauern. Das hat auch Auswirkungen auf Ingos eigene Tournee: jeweils 120.000 Zuschauer sehen Ingos "Wet Side Tour" in 1999 und 2000. In 2000 erhält Ingo auch seine eigene Fernsehshow: "Die Ingo Appelt Show" geht bei ProSieben auf Sendung. Nach einem "ersten offiziellen Babyjahr" in 2001 startet Ingo 2002 und 2003 mit seinem neuen Programm "Superstar" wieder voll auf der Bühne durch. 2005 läuft das Programm "Superstar" mit zwei Highlights aus: die CD zur Tour wird veröffentlicht und ProSieben strahlt einen Live-Mitschnitt der Show aus. Aber Ingo gönnt sich keine Pause: schon im Herbst 2005 tourt er wieder – mit dem neuen Programm "Retter der Nation". 2006 vergeht kaum ein Tag, an dem Ingo nicht mit seinem neuen Programm auf der Bühne steht. Überdies nimmt er sich wieder Zeit für Gastauftritte.

Ende 2008 steht der programmatische Titel für das erste Buch, Hörbuch und des nächsten Tourprogramms fest: "Männer muss man schlagen!". 2009 und 2010 wird die "Männer muss man schlagen!-Tour" erfolgreich fortgesetzt und Ingo ist im Kinofilm: "Morgen, ihr Luschen! Der Ausbilder-Schmidt-Film" auf der Leinwand zu sehen. Seit 2010 ist Ingo auch regelmäßig bei Nuhr im Ersten – Der Satiregipfel zu Gast. 2011 beginnt mit neuen Folgen des Quatsch Comedy Club – und es geht wieder auf die Bühne. Das Motto: "Frauen sind Göttinnen – Wir können nur noch beten!" Halleluja!

2014 ist Ingo erstmals seit 1999 nicht nur Gast, sondern regelmäßiger Gastgeber einer Fernsehsendung: Er übernimmt als Moderator die traditionsreiche Satiresendung "Kabarett aus Franken" im Bayerischen Fernsehen.

Anfang 2015 folgte das runderneuerte Programm: "Besser ist besser!" und Ingo ist weiterhin regelmäßiger Gast bei "Nuhr im Ersten".

Andreas Rebers

Andreas Rebers
Andreas Rebers

Minimalistische Pointen sind seine Stärke. Andreas Rebers spricht, singt, spielt Akkordeon und Klavier, auf keinen Fall Gitarre.

Andreas Rebers wächst im niedersächsischen Weserbergland auf, wo er mit der Stimmungskapelle "Los Promillos" auf Schützen-, Feuerwehr- und Vereinsfesten sein erstes musikalisches Betätigungsfeld findet. Während seines späteren Studiums an der Universität Hannover ergeben sich erste Kontakte zur freien Theaterszene und zum Kabarett.

Von 1984 bis 1988 studiert er bei Thomas Aßmus Akkordeon. 1989 wird er Musikalischer Leiter des Schauspiels am Staatstheater Braunschweig und arbeitet als Komponist für Bühnen- und Schauspielmusiken. Ab 1991 betätigt sich Andreas Rebers auch als freischaffender Autor und Kabarettist – sein erstes Soloprogramm "Realitätsverluste" stellt er im gleichen Jahr vor. In regelmäßigem Abstand entstehen weitere Soloprograme, so zum Beispiel "Musik und gute Laune" und "Schluss mit lustig".

Sein Markenzeichen ist ein Akkordeon, das er Strapsmaus betitelt. 1997 wechselt Andreas Rebers vom Braunschweiger Schauspielhaus an die Münchner Lach- und Schießgesellschaft und wird Ensemblemitglied. Unter seiner Federführung entstehen die beiden Programme "Die Polka-Krise" und "Das vertanzt sich". 1998 verlässt Andreas die Münchner Lach und Schießgesellschaft. Eine Kabaretttriologie über das "Ich", "Überich" und "Untermir" entsteht. 2003 gewinnt er den Publikumspreis des Prix Pantheon.

Im Laufe der Zeit erhält er für die nachfolgenden Soloprogramme die höchsten Auszeichnungen, die im deutschsprachigen Kabarett vergeben werden – den Salzburger Stier (2006), den Deutschen Kleinkunstpreis (2007) und den Deutschen Kabarettpreis (2008) und den Musikpreis beim Bayerischen Kabarettpreis (2013). Sprachlich präzise und geschliffen, hochmusikalisch, facettenreich und mit großer Freude an politischer Unkorrektheit entzieht er sich "hakenschlagend allen Kategorien". Neben zahlreichen Fernsehauftritten ist Andreas Rebers regelmäßig bei "Nuhr im Ersten" zu Gast. Sein aktuelles Programm trägt den Titel "Rebers muss man mögen". Nach "Predigt erledigt" und "Rebers muss man mögen" bildet "Amen" den vorläufigen Abschluss der Trilogie des Glaubens.

Florian Schroeder

Gastgeber Florian Schroeder empfängt vor Publikum im Kulturzentrum KUZ Mainz vier bis fünf Kabarettisten und Comedians zu 45 kurzweiligen Minuten.
Florian Schroeder

Florian Schroeder (Jahrgang 1979) mischt die Polit-Kabarettszene gehörig auf. Der Junge Wilde unter Deutschlands Kabarettisten ist bekannt aus TV-Sendungen wie Ottis Schlachthof, Mitternachtsspitzen und TV Total. In seinem Bühnenprogramm begeistert er die Zuschauer mit einer atemberaubenden Mischung aus beeindruckenden Parodien, politischem Kabarett und intelligentem Nonsens. Die ersten kabarettistischen Gehversuche machte Florian Schroeder bereits auf dem Schulhof. Nach Abitur und Zivildienst begann er im Jahr 2000 ein Studium der Germanistik und Philosophie in Freiburg.

Parodien von Kohl, Blüm und Lindenberg brachten ihm als Vierzehnjährigem seinen ersten Fernsehauftritt bei Harald Schmidt (WDR "Schmidteinander") ein. Sein weiterer Weg führte Schroeder über Radiomoderationen bei SWR3 schließlich auf die Bühne. Außerdem war Florian Schroeder vier Jahre lang Ensemblemitglied des Kabarettquartetts "Heinz!", einer Heinz-Erhardt- Revue. Im Fernsehen moderierte er auf 3sat und ist seit Mai 2014 Moderator der "Spätschicht" im SWR.
Seit September 2017 ist Florian mit seinem aktuellen Programm "Ausnahmezustand!" auf Tour.

Die Liste seiner Erfolge ist lang, die seiner Opfer länger. Kabarettist Florian Schroeder zeichnet sich durch eine erfreuliche Respektlosigkeit aus und nimmt kein Blatt vor den Mund. Scharfzüngig und -sinnig kommentiert er das tagespolitische Geschehen. Dabei macht er auch Gebrauch von seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten als Parodist.

Schroeder erhielt mehrere Kabarettpreise, darunter den ffn Comedy Award, den Kleinkunstpreis Baden-Württemberg, den Jurypreis bei der Tuttlinger Krähe, den silbernen Stuttgarter Besen, sowie den Jury- und Publikumspreis der St. Ingberter Pfanne. Er ist besonders bekannt für sein Talent als Parodist, für das er Stimme, Gestik und Mimik gekonnt einsetzt

Andreas Vitásek

Andreas Vitásek
Andreas Vitásek

Andreas Vitasek (*1956) besuchte Ende der 70er Jahre die Theaterschule von Jacques Lecoq in Paris. Es folgen zahlreiche Soloprogramme, die mit zum Prägnantesten zählen, was das österreichische Kabarett ab den 80er Jahren zu bieten hat.

Neben dem Kabarett ist Vitásek regemäßig auf den Wiener Theaterbühnen als Schauspieler und Regisseur tätig und als Schauspieler in zahlreichen Filmproduktionen zu sehen. Andreas Vitásek bereichert das Wiener Kabarett um eine poetische Note, in der seine Ausbildung zum Pantomimen nach wie vor spürbar ist, und zählt mit Josef Hader und Alfred Dorfer zu den prägendsten Künstlern seiner Generation.

Sein aktuelles Programm "Sekundenschlaf" wurde 2014 mit dem Österreichischen Kabarettpreis ausgezeichnet.

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Fr, 15.12.17 | 23:55 Uhr | SWR SR

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So, 17.12.17 | 04:00 Uhr | WDR