Fragen an Saskia Vester

Henriette (Saskia Vester) ist glücklich. Sie hat es geschafft als international operierende, exklusive Kinderbetreuerin einen Job auf der Trauminsel Mauritius zu ergattern.
Henriette ist glücklich. Sie hat es geschafft als international operierende, exklusive Kinderbetreuerin einen Job auf der Trauminsel Mauritius zu ergattern.

Als Kindermädchen ist Henriette Höffner sozusagen Quereinsteigerin. Welches Potential bringt sie für diesen Job mit?

Sie hat zwar keine gängige Berufsausbildung und ist von pädagogischen Strategien weit entfernt, aber sie hat ein starkes Empfinden für Ungerechtigkeiten. Und sie behandelt die Kinder auf Augenhöhe.

Die Henriette verkörpern Sie so glaubwürdig, mit viel Engagement und Herz – wie viel Saskia Vester steckt denn in der Rolle?

Vom Charakter her sind wir uns schon ähnlich, sie ist ebenfalls ein Bauchmensch, geradeheraus, sagt gern, was sie denkt. Manchmal vielleicht ein wenig zu direkt. Aber sie hat natürlich eine ganz andere Biografie als ich. Außerdem ist sie ein bisschen aus der Zeit gefallen, was man auch an ihrer Kleidung sieht. Sie ist auf jeden Fall ziemlich unkonventionell und hat noch viel Potential für weitere Geschichten.

Auch wenn Henriette aus finanzieller Not auf die Berufsidee "Aupair-Oma" kommt – mittlerweile ist es tatsächlich eine neue Berufssparte. Welche Vorzüge haben Frauen wie Henriette Ihrer Meinung nach gegenüber jungen Aupairs?

Vielleicht eine größere Verlässlichkeit, mehr Einfühlungsvermögen und Lebenserfahrung. Junge Frauen haben dagegen auch noch andere Dinge im Kopf. Ich habe diese Erfahrungen bei meinen eigenen Kindern gemacht, als wir damals verschiedene Aupair-Mädchen engagiert hatten. Eine Polin war darunter und eine Portugiesin, was sehr schön war, weil meine Kinder dadurch auch ein bisschen Polnisch und Portugiesisch lernen konnten. Am meisten haben wir aber unsere 50-jährige Brasilianerin geliebt. Sie war einfach verlässlicher und konnte gut mit unseren Kindern umgehen. Aus heutiger Sicht würde ich meine Kinder eher älteren Frauen anvertrauen.

... auch jemanden wie Henriette?

(lacht) Schwierige Frage. Ich glaube, wir beide zusammen in einem Haushalt, das wäre zu viel Power.

Was ist Ihnen am meisten von Mauritius in Erinnerung geblieben?

Was mich wahnsinnig beeindruckt hat, ist die große Toleranz, mit der man auf Mauritius mit den verschiedenen Religionen umgeht. Da leben Hindus, Christen, Juden, Sunniten und Buddhisten so friedlich zusammen, dass man am liebsten allen hier zurufen möchte: Leute, so geht’s doch auch! Jede Religion hat dort einen eigenen Feiertag, der zelebriert wird. Und dann gibt es ein großes Gemeinschaftsfest, an dem alle zusammenkommen und gemeinsam ihre Gottheiten feiern. Ein sehr sympathisches Miteinander!

2 Bewertungen
Kommentare
Bewerten

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten: Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern werden innerhalb von 24 Stunden durch die Redaktion freigeschaltet. Es dürfen keine externen Links, Adressen oder Telefonnummern veröffentlicht werden. Bitte vermeiden Sie aus Datenschutzgründen, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Fragen zu den Inhalten der Sendung, zur Mediathek oder Wiederholungsterminen richten Sie bitte direkt an die Zuschauerredaktion unter info@daserste.de. Vielen Dank!

*
*

* Pflichtfeld (bitte geben Sie aus Datenschutzgründen hier nicht Ihre Mailadresse oder Ähnliches ein)

Kommentar abschicken

Ihr Kommentar konnte aus technischen Gründen leider nicht entgegengenommen werden

Kommentar erfolgreich abgegeben. Dieser wird sobald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht. Es gelten die Nutzungsbedingungen von DasErste.de.