Fragen an Felix Klare

Philipp (Felix Klare) genießt das Familienleben bei Katharina (Zora Thiessen) und ihrer Tochter Nele (Greta Schmidt).
Philipp genießt das Familienleben bei Katharina und ihrer Tochter Nele.

Wie würden Sie Felix charakterisieren?

Philipp ist als behütetes Einzelkind in der oberen Mittelschicht aufgewachsen. Er hat nie wirklich um etwas kämpfen müssen, hat alles bekommen, was er wollte, hat aber auch im Gegenzug brav die Praxis seines Vaters übernommen.

Eigentlich haben Philipp und Anna abgemacht: keine Kinder! Woher kommt Philipps plötzlicher Sinneswandel?

Philipp ist wie Anna Mitte/Ende 30. Er fängt endlich an, das Leben und sich zu hinterfragen. Was macht wirklich Sinn im Leben? Für was lohnt es sich zu leben? Wie will ich mein Leben gestalten? Er schaut hinter die Fassade, bei sich und anderen. Dies sind einige der Beweggründe, aus dem sein Kinderwunsch entsteht.

Im Film spielt Ihre Ehefrau Zora Thiessen ausgerechnet Ihre Ex-Freundin. War das eine besondere Herausforderung oder hilft die Vertrautheit vor der Kamera?

Die Vertrautheit, die wir miteinander haben, hilft ungemein. Mit meiner Frau zu spielen, war großartig. Die Idee dazu kam vom Regisseur, mit dem es unglaublich lebendig war zu arbeiten. Es hat viel Spaß gemacht.

Sie haben als Schauspielerpaar vier gemeinsame Kinder. Wie vereinbaren Sie selbst Kinder und Karriere?

Unsere Kinder haben einen großen Altersunterschied. Diese Spanne hinzubekommen und jedem Kind mit seinen unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, ist so gut wie unmöglich. Trotzdem versuchen wir natürlich unser Bestes. Und ja, dann gibt es da noch den Beruf. Momentan bin ich derjenige, der viel beruflich unterwegs ist, und meine Frau Zora ist viel mit den Kindern zu Hause. Aber wir haben auch hier und da Unterstützung.

Als Vater einer Großfamilie kann man sich ein Leben ohne Kinder wahrscheinlich kaum vorstellen. Können Sie nachempfinden, dass sich manche Menschen bewusst gegen Kinder entscheiden?

Viele Kinder, wenige Kinder, keine Kinder – da gibt es kein richtig oder falsch, jeder ist anders. Außerdem braucht der Mann, die Frau auch den richtigen Partner. Schade ist nur, dass viele Menschen lange erst sich und ihre Karriere im Fokus haben. Das liegt gar nicht unbedingt nur an ihnen selbst. Ich denke, das ist – wie so oft – ein gesellschaftliches Problem, die Folge unseres Wirtschaftssystems, in dem nur materielle Leistung zählt, das, was Geld einbringt. Und klar, als Frau hat man es definitiv schwerer! Mich bereichern meine Kinder unglaublich und ich bin sehr dankbar über dieses Geschenk, an diesen vier gesunden, süßen und manchmal wahnsinnig anstrengenden Menschen wachsen zu können und sie begleiten zu dürfen.

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