Lenski und Krause

Maria Simon als Hauptkommissarin Olga Lenski

Zur Rolle

Maria Simon ist Hauptkommissarin Olga Lenski
Maria Simon ist Hauptkommissarin Olga Lenski. | Bild: rbb/Frank Zauritz

Olga Lenski arbeitet seit zwei Jahren  im deutsch-polnischen Polizeikommissariat in Swiecko bei Frankfurt an der Oder, in dem Kollegen, deutsche und polnische Kriminalbeamte, gemeinsam grenzübergreifend Verbrechen aller Art aufklären. Vor dieser besonderen beruflichen Herausforderung hat Olga nach wie vor großen Respekt.

Die Basis für gute Zusammenarbeit ist eine  gute Verständigung: Alle Kollegen müssen Deutsch und Polnisch in Wort und Schrift beherrschen. Sie weiß mittlerweile sehr genau, dass sich die Arbeitsbedingungen der polnischen Kollegen erheblich von denen der deutschen unterscheiden. Sie verdienen knapp die Hälfte und sind Angestellte, die jederzeit ihren Job verlieren können.

Trotz der geografischen Nähe gibt es zwischen den Kollegen der beiden Länder erhebliche kulturelle Unterschiede, die sich auch im Arbeitsalltag zeigen. Viele der polnischen Kollegen sind bekennende Katholiken, deren Fastenzeit schon mal mit den Feiern ihrer deutschen Kollegen kollidiert. Auch im täglichen Dienstalltag ist ein privates Miteinander eher selten.

Olga Lenski hat sich mittlerweile an Adam Raczeks ungestüme Art gewöhnt, denn beide verbringen arbeitsbedingt viel Zeit miteinander. So bleibt auch ihrem Kollegen nicht verborgen, dass Olga ihre Tochter allein erzieht, durch den unbestimmbaren Rhythmus der Polizeiarbeit gelegentlich bei der Kinderbetreuung in Schwierigkeiten gerät und ab und zu improvisieren und Hilfe organisieren muss. Auch wenn Raczek keinen Hehl daraus macht, dass er für Olgas privates Chaos wenig Verständnis hat: In den entscheidenden Situationen kann sich Olga immer auf ihren Kollegen verlassen.

Zur Person

Maria Simon wurde 1976 in Leipzig geboren und studierte an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Sie debütierte 1999 an der Seite von Jürgen Vogel in "Zornige Küsse", beim Internationalen Filmfestival Moskau erhielt sie dafür den Preis als Beste Schauspielerin.

Auf der Berlinale 2003 war sie mit den Filmen „Good Bye, Lenin!“ und "Lichter" vertreten – und wurde für beide Rollen für den Deutschen Filmpreis nominiert. Im Rahmen der Berlinale 2004 gehörte Maria Simon zu den Shooting Stars, den nominierten besten Nachwuchsdarstellern der europäischen Länder.

2015 produzierte sie gemeinsam mit Bernd Michael Lade den Kinofilm "Das Geständnis". 2016 wurde sie für "Silvia S. – Blinde Wut" als Beste deutsche Schauspielerin mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Zuletzt war Maria Simon in dem historischen Drama "Radegund", in "The Witness" von Regisseur und Ehemann Bernd Michael Lade und in "Aufbruch ins Ungewisse" zu sehen.

Horst Krause als Revierpolizist Horst Krause

Zur Rolle

Horst Krause als Revierpolizist Krause
Horst Krause als Revierpolizist Krause | Bild: rbb / Oliver Feist

Der dicke Revierpolizist Krause mit der etwas zu kleinen Uniform, seinem Motorrad und Hund Vera ist der Liebling der Zuschauer in den rbb-Produktionen für die Krimi-Reihe "Polizeiruf 110": Mit Herz und Verstand ermittelt er, neben seiner Kommissarin aus der Stadt, Fälle in
Brandenburg.
Er ist mit Leib und Seele Polizist, doch seine zweite Leidenschaft ist das Genießen. Krause ist ein Genussmensch durch und durch: Selbst wenn die Situation brenzlig wird, eine Boulette schmeckt ihm immer.

Zur Person

Nach seiner Ausbildung von 1964 - 67 an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin, jetzt Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", trat Horst Krause ein zweijähriges Engagement in Parchim an. Es folgten 15 Jahre am Städtischen Theater in Karl-Marx-Stadt, dann zehn Jahre Staatsschauspiel in Dresden. Seine Filmographie umfasst zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen darunter "Wir können auch anders" von Detlev Buck, (Deutscher Filmpreis in Gold 1993), "Das Mädchen Rosemarie", "Dicke Freunde", "Der Laden“ und "Die Bubi Scholz Story".

Besonders beeindruckt hat er in der Titelrolle von "Schultze gets the Blues", für die er eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis 2004 erhielt. Erst im Dezember 2007lief im Ersten mit Horst Krause in der Hauptrolle sehr erfolgreich der ARD-Weihnachtsfilm "Krauses Fest", der von Kritik und Zuschauern gleichermaßen geliebt wurde.