Dorn und Lessing (Weimar)

Christian Ulmen als Hauptkommissar Lessing

Zur Rolle

Christian Ulmen spielt Lessing
Christian Ulmen spielt Lessing

Der 1974 geborene, fast immer optimistische und positive Kriminalhauptkommissar hat ein Faible für Literatur und Deutsche Geschichte. So wie er zwischen den Zeilen die interessantesten Gedanken der Schriftsteller entdeckt, versucht er auch in seiner kriminalistischen Arbeit jedes Detail zu beachten, um die Gedanken der Täter und Opfer rekonstruieren zu können.

Dazu interessiert er sich sehr für das sogenannte "Sprachprofiling", das er auch im gesprochenen Wort anzuwenden versucht. Er achtet auf Floskeln, Redewendungen, linguistische Eigenheiten, die ihm verraten, ob sein Gegenüber die Wahrheit sagt, etwas erfindet oder gar auswendig gelernt hat. Das damit verbundene Interesse, anderen Menschen zuzuhören, kommt wiederum bei Frauen extrem gut an, gerade bei denen, die man nicht auf den ersten Blick mit Lessing unter eine Decke stecken würde. Dabei hat er keine Masche, sondern hört einfach nur gut zu und hakt emphatisch bei Details nach, die andere Männern gerne überhören und -sehen.

Sein Gespür für die unscheinbaren Kleinigkeiten ist sich auch in der ermittlerischen Arbeit von Vorteil. Lessing legt sich lieber ein Mosaik, um es dann in Ruhe zu betrachten und seine Schlüsse zu ziehen, als blindlings der ersten Spur zu folgen.

Leider fehlt ihm auf der Gegenseite dafür die Sensibilität, die Gefühle seines Gegenübers richtig zu lesen, mangelt es ihm an Empathie. Doch dieses Defizit gleicht zum Glück Kira aus. Die ihm zudem auch auf die Sprünge hilft, wenn er gerade mal wieder fünf neue Theorien in seinem Kopf hat und sich nicht entscheiden kann, ob er nun zur Tat schreiten soll. Dabei ist er jedoch nicht verkopft und kauzig, sondern einfach nur unentschlossen.

Von seinem Wechsel nach Weimar verspricht Lessing sich, neben der Beförderung, auch sehr viel von dem Ortswechsel: etwas mehr Ruhe, dazu eine Wohnung mit Turmzimmer um zu schreiben, vielleicht auch endlich die Frau zu finden, mit der er alt und glücklich werden kann ...

Nora Tschirner als Kommissarin Kira Dorn

Zur Rolle

Nora Tschirner spielt Kira Dorn
Nora Tschirner spielt Kira Dorn

Kira wollte einfach zur Kriminalpolizei. Schon immer. Es gab gar keine andere Wahl. Sie liebt Krimis, vor allem Krimiserien, und hat schon in ihrer Jugend alles angesehen, was mit Verbrecherjagd zu tun hatte. Sie war auch kurz in T.C. Callaway aus "Pacific Blue – Die Strandpolizei" verliebt. Sehr kurz. Aber immerhin.

Die vergangenen vier Jahre ermittelte sie an der Seite eines sehr erfahrenen und stocksteifen Kollegen, der seine Mühe mit Kiras ungestümen Art und ihrem Sinn für schwarzen Humor hatte. Aber was soll man machen, wenn einem ein passender Spruch auf der Zunge brennt? Zum Glück ist der Kollege nun aber ausgeschieden, was Kira kurz darauf hoffen ließ, dass sie die Leitung des Kommissariats 1 übernehmen würde. Nur ein ganz bisschen. Bis ihr Vorgesetzter Kurt Stich von ihr sagte, dass sie noch etwas mehr Erfahrung sammeln müsse, um dann für die Arbeit eines Teams verantwortlich zu sein. Was er dem Dichter aus Hamburg aber wohl zutraut. Kiras erste Reaktion war eine intensive Internetrecherche nach Möglichkeiten bei der New Yorker Polizei zu arbeiten, doch mangels Greencard und US-Staatsangehörigkeit hat sie diese Idee erstmal ad acta gelegt.

Was die junge Kommissarin auszeichnet, sind ihre Beharrlichkeit und die Bereitschaft, alles für die Aufklärung eines Falles zu tun. Sie lässt sich nicht abwimmeln oder durch die Theorien anderer von ihrer eigenen abbringen – obgleich sie genug Größe besitzt, eine wahrscheinlichere zustimmend mitzuverfolgen. Sie hat früh gelernt, wie ein Team funktioniert und wie man zu viel Teamwork erfolgreich vermeidet.

Die Symbiose von Lessings analytischen Fähigkeiten, ihrem Bauchgefühl und ihrem Tatendrang erweisen sich schnell als sehr effektiv.